Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgelehnt

Alles zum Thema Visum für China und Deutschland: Antrag, benötigte Unterlagen, Bürokratie, Erfahrungsberichte und sonstiger nerviger Kleinkram zu dem Thema.
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mjs
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von mjs »

happyfuture hat geschrieben:Hmm, seltsam, meine Frau hat schon mehrere Schengenbesuchsvisa bei der Botschaft in Peking ausgestellt bekommen und nie war die Rede geschweige denn eine Prüfung bezüglich Rückkehrbereitschaft. Wie Mathias schon den richtigen Hinweis aufzeigt, fallen einige "Hürden" bei der Beantragung weg, wenn der Chinesische Part mit einem EU-Bürger verheiratet ist.
Das denke ich hängt sehr stark davon ab, wo der deutsche Ehepartner lebt. Zumindest kenne ich das aus Peking so.

Wenn der deutsche Ehepartner in China lebt, dann scheinen da tatsächlich viele Hürden bei der Überprüfung der Rückkehrbereitschaft wegzufallen. Wohl aus der Überlegung "in Deutschland hat die Gute ja gar nichts, Ehemann ist ja auch in China." Gerade wenn sie schonmal so gereist ist.

Wenn der Ehemann aber in Deutschland wohnt, dann scheinen die Hürden aber um so höher zu sein. Wohl aus der Überlegung "soll da wieder die A1 Prüfung übers Schengen Visum umgangen werden"? Wenn da dann noch sowas wie "hat in China keinen Job" oder noch besser "glaubt es geht uns einen Scheiß an, ob sie hier einen Job hat oder nicht (=will nichts belegen)" dann wird die Luft schnell dünn. "Hat nur Macker in Deutschland und sonst nichts" reicht vielleicht für das Langzeitvisum (Familienzusammenführung) - wenn man die A1 Sprachprüfung hinter sich hat. Für die Rückkehrbereitschaft beim Schengen Visum aber ... naja ... man lasse sich den Satz einfach mal auf der Zunge zergehen: "Hat nur Macker in Deutschland und sonst gar nichts".

Was genau bei McBulldozer der Fall ist weiß ich natürlich nicht. Ich tippe aber mal auf letzteres. Also nicht, dass da A1 umgangen werden soll (obwohl, vielleicht auch das, weiß ich ja nicht), sondern dass der Bulldozer in Deutschland lebt und sie in China. Folge: Schengenvisum beantragen und Rückkehrbreitschaft belegen oder A1 ablegen und Familienzusammenführung beantragen ... oder langes Gesicht machen.

Wie sieht es denn konkret aus McDozer?
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happyfuture
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von happyfuture »

mjs hat geschrieben:Das denke ich hängt sehr stark davon ab, wo der deutsche Ehepartner lebt. Zumindest kenne ich das aus Peking so.
Das sind wir nie gefragt worden, ebenso habe ich mit meinem Namen eine Einladung mit D-Adresse vorlegen "dürfen".

Jeder Deutsche kann sich sofort bei jedem Einwohnermeldeamt in D registrieren lassen und dort leben - das weiß auch die Botschaft / Konsulate. :wink:

Dennoch interessant, hier die persönlichen Erfahrungen auszutauschen. :wink:
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mjs
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von mjs »

happyfuture hat geschrieben:Jeder Deutsche kann sich sofort bei jedem Einwohnermeldeamt in D registrieren lassen und dort leben - das weiß auch die Botschaft / Konsulate.
Aber nicht jeder Deutsche hat mal eben so ein Residence Permit für China in der Tasche. Und ich behaupte mal frech, dass daran viel hängt wenn es darum geht, die Rückkehrbereitschaft vereinfacht belegen zu können.

Diese vielen Besuchsvisa, die deine Frau so vereinfacht bekommen hast - was waren da die Umstände? Du in China ansässig und regelmäßig mal mit der Familie kurz nach D zu Besuch? Bei welchem Konsulat?

Immer noch interessiert, wie das bei McDozer im Vergleich dazu aussieht.
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happyfuture
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von happyfuture »

mjs hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben:Jeder Deutsche kann sich sofort bei jedem Einwohnermeldeamt in D registrieren lassen und dort leben - das weiß auch die Botschaft / Konsulate.
Aber nicht jeder Deutsche hat mal eben so ein Residence Permit für China in der Tasche. Und ich behaupte mal frech, dass daran viel hängt wenn es darum geht, die Rückkehrbereitschaft vereinfacht belegen zu können.

Diese vielen Besuchsvisa, die deine Frau so vereinfacht bekommen hast - was waren da die Umstände? Du in China ansässig und regelmäßig mal mit der Familie kurz nach D zu Besuch? Bei welchem Konsulat?
Ich habe keine Residence Permit in der Tasche und fliege mehr oder weiniger regelmäßig nach D, einfach so! :wink:
Meine Frau erhält Schengen-Jahrevisum 90 days, multiple entries in Beijing, wieso ist das Deiner Meinung nach so abwägig? Ich gebe lediglich meine Erfahrung hier weiter, mehr nicht!
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von ingo_001 »

Linnea hat geschrieben:
FlashForward hat geschrieben:Die Rückkehrbereitschaft deiner Frau
Hab ich etwas verpasst oder: seit wann müssen verheiratete Personen ihre Rückkehrbereitschaft erklären? Darum ging es in diesem Forum bei solchen Fällen meiner Erinnerung nach noch nie.
Im betr. Formular zum Antrag des Visums zur Familienzusammenführung gabs diese für mich damals (2006) wie heute suspekte Frage tatsächlich. Da wir sowieso gerade in Guangzhou waren, hatte ich da direkt mit der (netten und kompetenten) Vorgesetzten des hier schon öfter genannten "Schalter-Napoleons" Kontakt.
Lt. ihrer damaligen Auskunft wäre diese Frage beim Nachzug des Ehepartners unzulässig bzw. deren Beantwortung freiwillig.
Da die/der nach Einreise innerhalb von 90 Tagen eine befristete AE bei der zuständigen ABH zu beantragen muss (weils ansonsten wieder gen Heimat geht), erfolgt dort die obligatorische Prüfung.
Die dauerte bei uns keine 15 Minuten.
* Hatte dazu (und zur späteren Erteilung der unbefristeten Niederlassungserlaubnis (früher unbefristete AE genannt) schon mehrere Beiträge geschrieben.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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mjs
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von mjs »

happyfuture hat geschrieben:Ich habe keine Residence Permit in der Tasche und fliege mehr oder weiniger regelmäßig nach D, einfach so! :wink:
Meine Frau erhält Schengen-Jahrevisum 90 days, multiple entries in Beijing, wieso ist das Deiner Meinung nach so abwägig? Ich gebe lediglich meine Erfahrung hier weiter, mehr nicht!
Keine Ahnung, wo du mich da mißverstehst - aber offensichtlich bist du genau der Fall, von dem ich behaupte, dass die Schengen Besuchsvisa für die Ehefrau vereinfacht belegt werden können ... und auch problemlos erteilt werden.

Du lebst langfristig in China (Residence Permit jetzt mal hin oder her), fliegst immer mal wieder nach Deutschland, auch mal mit der Ehefrau - und da macht sich die Botschaft wohl keinen großen Sorgen mehr, daß was anbrennt. Gerade nicht, wenn das schon seit Jahren gut läuft. Rückkehrbereitschaft wird vermutet, da sie in Deutschland ja an sich nichts hat ... ganz sicher keinen Macker, der dort auf sie wartet und sie an A1 vorbeidrücken will oder sonstiger Kokolores.

Ganz andere Baustelle als wenn du in Deutschland leben würdest und nur neuerdings regelmäßig nach China fliegst, weil dort deine allerneuste Internetbekanntschaft ganz, ganz dringend heiraten will - und dann idealerweise gleich mal mit "90 Tage Besuchsvisum am Stück ihr Saunazis, aber zack, zack!" als Eingangssatz am Visaschalter aufschlägst.

Das klappt dann glaube ich weder in Peking noch Guangzhou so richtig :wink:
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mcdozer
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von mcdozer »

Der Fairness halber gebe ich zu, dass bei der Beantragung des Visums nicht so sorgfältig vorgegangen wurde, wie es hätte sein können.

Was hier jedoch mehrfach zur Sprache kam ist, dass es von Seiten des Konsulats her etwas menschlicher und hilfsbereiter zugehen könnte.

Was ich vor allem nicht blicke ist wovor die so panische Angst haben: dass sich ein chinesischer Staatsbürger dem deutschen Gesetz widersetzt und sich nach Ablauf seines Visums in Deutschland aufhält bis dass eine Hundertschaft vor der Tür steht und ihn mit Gewalt in den nächsten Flieger setzt?

Oder dass es in 50 Jahren zu viele schlitzäugige Deutsche gibt?

Bei der derzeitigen Fortpflanzungsrate rotten wir uns z. Zt. eh gerade selber aus, und in 150 Jahren wird es den Deutschen wie wir ihn so kennen und lieben, nicht mehr geben (den Italiener und Engländer übrigens auch nicht...)

Obwohl es natürlich bewunderswert ist, dass sich einzelne Superhelden gegen diesen Prozess der (D)evolution auflehnen, oder auch ganz schlicht und einfach ihre Paragräphchen putzen wollen, so wie andere Leute ihr Sonntagsgeschirr, so bleibt dennoch die Frage, für was?

Ich habe in 30 Ländern der Welt gelebt, und mit Ausnahme einer uruguayischen Standesbeamtin und einer Kellnerin aus Tennessee nirgends so gotterbärmliches Gewäsch ertragen müssen wie von deutschen Paragraphenreitern, die anscheinend auch den Cyberspace nicht damit verschonen können.

Dass ich ein Traumtänzer bin, wenn ich mir wünsche, daran etwas ändern zu wollen, stimmt vielleicht. Aber wie John Lennon bereits sagte, und wenn man sich mal hier umschaut, scheint es zu stimmen: "But I'm not the only one..."


Oh, und was die Frage von mjs angeht, ob es unsere Absicht war, die A1-Prüfung zu umgehen: im Gegenteil. Zweck der Reise wäre gewesen, hier (in D) zusammen deutsch zu pauken und im Januar die Prüfung bei hiesigem Goetheinstitut abzulegen.
Die genialste Erfindung des Teufels um die Menschheit zu versklaven: der Beamte. Sieht aus wie'n Mensch, riecht wie'n Mensch... nur wenn er anfängt zu labern merkste, da stimmt doch watt nüscht!
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von happyfuture »

mcdozer hat geschrieben:Ich habe in 30 Ländern der Welt gelebt
Interessant, wie alt bist Du denn?
Ab welcher "Zeitspanne" definierst Du, in einem anderen Land "gelebt" zu haben?
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von happyfuture »

mjs hat geschrieben:Du lebst langfristig in China (Residence Permit jetzt mal hin oder her), fliegst immer mal wieder nach Deutschland, auch mal mit der Ehefrau - und da macht sich die Botschaft wohl keinen großen Sorgen mehr, daß was anbrennt. Gerade nicht, wenn das schon seit Jahren gut läuft. Rückkehrbereitschaft wird vermutet, da sie in Deutschland ja an sich nichts hat ... ganz sicher keinen Macker, der dort auf sie wartet und sie an A1 vorbeidrücken will oder sonstiger Kokolores.
Grundsätzlich verstehe ich, was Du meinst, jedoch haben wir "vorschriftsmäßig" zu den Visaanträgen lediglich eine Kopie meines Passes 1. Seite (ohne die Visaeinträge! usw.) sowie die Einladung beigefügt. In dieser Einladung ist vermerkt, das unser Lebensmittelpunkt in den nächsten Jahren in China ist. Möglich, dass wir so glaubwürdig erscheinen, dass meine Frau bisher immer innerhalb von einem auf den anderen Tag kostenfrei ihr Visum hatte. (bereits an anderer Stelle gepostet). Ich arbeite nach dem Prinzip, so wenig wie möglich und so viel wie nötig.

Und wenn es noch so abgedroschen und oberlehrerhaft klingen mag:
Mit Freundlichkeit sind wir bislang bei allen Behörden am weitesten gekommen. :wink:
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von Shenzhen »

happyfuture hat geschrieben:
mcdozer hat geschrieben:Ich habe in 30 Ländern der Welt gelebt
Interessant, wie alt bist Du denn?
Ab welcher "Zeitspanne" definierst Du, in einem anderen Land "gelebt" zu haben?
Warum musst Du eigentlich immer persoenlich werden? Du hasst dich inzwischen schon mehr als einmal verbrannt - es gibt Menschen auf dieser Welt die evtl. Deinen Horizont verlassen haben...
Mathias
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von Mathias »

mcdozer hat geschrieben:... dass es von Seiten des Konsulats her etwas menschlicher und hilfsbereiter zugehen könnte ...
Beamte sind auch nur Menschen und haben mal einen schlechten Tag :wink: ich würde mich daran nicht hochziehen, bringt ja auch nicht viel. Wie schon gesagt, im Zweifelsfall ... Dienstweg. Vorher auch mal hier (§ 3) oder hier nachschauen.
mcdozer hat geschrieben:... Was ich vor allem nicht blicke ist wovor die so panische Angst haben: dass sich ein chinesischer Staatsbürger dem deutschen Gesetz widersetzt und sich nach Ablauf seines Visums in Deutschland aufhält bis dass eine Hundertschaft vor der Tür steht und ihn mit Gewalt in den nächsten Flieger setzt? ...
Das entsprechende Gesetz, das den Großteil des Ausländerrechts in Deutschland regelt heißt:

"Gesetz zur Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung und zur Regelung des Aufenthalts und der Integration von Unionsbürgern und Ausländern"

Steuerung und Begrenzung der Zuwanderung ... der Passus sagt doch schon recht viel über die Intention des Gesetzgebers. Da in Deutschland die Parlamente gesetzgebend sind, müsste das dann also auch "Volkes Wille", also auch Dein Wille sein :mrgreen: oder etwa nicht?
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von happyfuture »

Shenzhen hat geschrieben:Warum musst Du eigentlich immer persoenlich werden? Du hasst dich inzwischen schon mehr als einmal verbrannt
Fühlst Du Dich als Herr aller Dinge berufen? :lol: :lol: [Deine Bemerkung lässt tief blicken!]

Spieglein Spieglein ... :wink:
Shenzhen hat geschrieben:es gibt Menschen auf dieser Welt die evtl. Deinen Horizont verlassen haben...
Dann wird es Zeit, dass Du diesen Menschen folgst :)

PS: Bitte nimm's nicht zu persönlich! :P
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von VielUnterwegs »

happyfuture hat geschrieben:
mjs hat geschrieben:Du lebst langfristig in China (Residence Permit jetzt mal hin oder her), fliegst immer mal wieder nach Deutschland, auch mal mit der Ehefrau - und da macht sich die Botschaft wohl keinen großen Sorgen mehr, daß was anbrennt. Gerade nicht, wenn das schon seit Jahren gut läuft. Rückkehrbereitschaft wird vermutet, da sie in Deutschland ja an sich nichts hat ... ganz sicher keinen Macker, der dort auf sie wartet und sie an A1 vorbeidrücken will oder sonstiger Kokolores.
Grundsätzlich verstehe ich, was Du meinst, jedoch haben wir "vorschriftsmäßig" zu den Visaanträgen lediglich eine Kopie meines Passes 1. Seite (ohne die Visaeinträge! usw.) sowie die Einladung beigefügt. In dieser Einladung ist vermerkt, das unser Lebensmittelpunkt in den nächsten Jahren in China ist. Möglich, dass wir so glaubwürdig erscheinen, dass meine Frau bisher immer innerhalb von einem auf den anderen Tag kostenfrei ihr Visum hatte. (bereits an anderer Stelle gepostet). Ich arbeite nach dem Prinzip, so wenig wie möglich und so viel wie nötig.
Genau um den Lebensmittelpunkt geht es. Ein Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Peking sagte mir auch "spaetestens wenn wir eine Kopie ihres Reisepasses mit dem Residence Permit haben ist ja ganz klar, dass sie [meine Freundin und ich] jetzt erstmal in China sind". Und genau darum geht es. Alles was wir haben ist in China, also werden wir wohl nicht hals ueber Kopf in Deutschland bleiben und damit belegt sich die Rueckkehrbereitschaft. Das die Botschaft das auch ohne Kopie der Visa Seiten, sondern schon anhand einer Kopie der Identitaetsseite und einer Erwaehnung im Einladungsschreiben glaubt ist doch nur lobenswert. :-) Ich wusste das nicht, finde es ist aber auch kein Problem meinen Residence Permit noch zusaetzlich fuer die Botschaft zu kopieren.

Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich es nicht verstehe wie sich hier einige straeuben ihre Daten preiszugeben. Auch mir ist Datenschutz sehr wichtig und ich gebe als Deutscher in Deutschland nichts preis was ich nicht preisgeben will. Aber wenn es um das Visum eurer Frau oder Freundin geht, koennt ihr da nicht mal eure Prinzipien hinten anstellen? Ihr findet Legebatterien sicher auch schlecht, aber esst Eier. Ich habe auch meine Ueberzeugungen, meine Freunde/Freundin/Famillie steht aber ueber diesen. Zeigt lieber am Wahltag und bei Demonstrationen das ihr das Herz am rechten, oder soll ich sagen linken, Fleck habt. Schreibt eurem Abgeordneten. Aber riskiert nicht eure Zukunft oder einen schoenen Urlaub wegen einer Kopie fuer einen Visumsantrag.

Auch den Unmut gegenueber den Beamten in der Botschaft kann ich schwer nachvollziehen. Das sind Buerokraten (nicht im negativen Sinn von Buerokratismus), d.h. die entscheiden ueber Antraege anhand der Gesetzeslage. Und bei Deutschen Botschaften geht es meiner Erfahrung nach freundlicher und menschlicher zu als bei vielen anderen Auslandsvertretungen. Mir wurde schon gesagt, dass wer eine Europarundreise macht sein Visum am besten bei der deutschen Vertretung beantragt, denn da sei man freundlich und korrekt. Auch glaube ich nicht, dass jemand in einer Botschaft arbeitet mit dem Ziel "Auslaender aus Deutschland fernzuhalten". Warum sollte er sich dann einen Job suchen bei dem er jeden Tag Visa fuer Auslaender erteilt damit diese nach Deutschland koennen? So jemand wuerde doch wohl eher zu Frontex anstatt in die Botschaft um Visa zu genehmigen.
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von mcdozer »

Danke, Mathias, für das stets höchst informative Input. Der Rechtsweg kommt zunächst nicht in Frage, da meine Erfahrungen mit Anwälten die mit Konsulatpersonal auch nicht gerade übertrifft.

Was den Konsensus und den Willen des Volkes anbelangt habe ich da wohl eine recht eigenwillige Sichtweise: Je mehr schwarz-rot-goldene Fahnen ich bei der WM sehe, um so übler wird mir.
Jeder Albaner kann sich mittlerweile in D ein Haus bauen von der Kohle die er an den Fahrrädern verdient die wir einst hatten. Aber will jemand mal eine richtige Frau heiraten (d.h. mit tatsächlich femininen Attributen), dann wird's schwierig.
Was den Deutschtest anbelangt, war das wohl die Lösung der deutschen Regierung, die Peinlichkeit zu übertuschen, dass es die meisten Deutschen nicht mehr hinkriegen, selbst eine Fremdsprache gescheit zu lernen (wie man an den kläglichen Versuchen unserer Stammesoberhaüpter bei internationalen Fernsehauftritten mitbekommt); und gescheites deutsch lernen unsere Kids eh schon lange nicht mehr.

Wenn die chinesische Regierung auf einen Chinesisch-Test für potenzielle Einwanderer bestehen würde, dann sähen viele Ex-Pats aber alt aus.

Wie gesagt wird es den Deutschen wie er sich z. Zt. morgens im Spiegel betrachtet in absehbarer Zeit nicht mehr geben, und dank der Art von Leuten über die wir uns hier ausheulen, wird ihm wohl auch kein Schwein eine Träne nachweinen...


Die Unfähigkeit von Visumantragstellern in Beijing das Guangzhou-Dilemma nachzuvollziehen verdeutlicht genau den Punkt: es ist ein lokales, wenn nicht gar individuelles Problem, und wenn sich jemand eher als Hürdensteller erweist statt als hilfreich, dann hinterfragt man schonmal seine Beweggründe…
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Re: Besuchsvisum nach Deutschland von Konsulat Kanton abgele

Beitrag von punisher2008 »

mcdozer hat geschrieben: Wenn die chinesische Regierung auf einen Chinesisch-Test für potenzielle Einwanderer bestehen würde, dann sähen viele Ex-Pats aber alt aus.
Da ist schon ein kleiner Unterschied. Es gibt nämlich in China keine Einwanderer in dem Sinn, auch keine potentiellen. Man bekommt als Ausländer immer nur eine befristete Aufenthaltsgenehmigung, niemals eine unbegrenzte. Man kann auch nicht eingebürgert werden soweit ich weiß. In China bleibt ein Ausländer für immer Ausländer, da kann er noch so lange mit einer Chinesin verheiratet sein, noch so lange hier leben, noch so fließend chinesisch sprechen. In Deutschland kann sich praktisch jeder unbefristet aufhalten, wenn gewisse Bedingungen erfüllt sind.
Ansonsten hast du in vielen Punkten recht.
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