Andy_yi hat geschrieben:
und wozu immer diese Ablenkung vom ursprünglichen Thema??? das ist kindisch, weil China gerade angeblich "gebasht" wird, muss man Deutschland bashen oder was?
Ich lenke nicht vom Thema ab. Ich frage mich nur warum ich das propagieren westlicher Ideal Vorstellungen befürworten soll, wenn sie nichtmal im Westen so funktionieren wie man es gerne hätte.
Das einzige was für mich kindisch ist, ist der Mangel an Selbstreflexion der an den Tag gelegt wird.
und was soll dieser Vorwurf von Mangel an Selbstreflexion??? ich bin nicht das deutsche Volk... es geht nicht um Deutschland gegen China...
und was soll das Propagieren von angeblich "westlicher" Werte, wenn es universelle Werte sind, ein Chinese hat an der Charta der Menschenrechte der UN mitgearbeitet, er war der sogar maßgeblich daran beteiligt:
http://www.menschenrechte.org/lang/de/v ... 1957-china" target="_blank
Zahlreiche zeitgenössische Zeugnisse bezeichnen ihn als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Kommission. In allen schwierigen Fragen wurde sein Rat gesucht und führte oft zu konstruktiven Lösungen. Dabei schöpfte Chang aus einer umfassenden Kenntnis sowohl der westlichen wie der chinesischen philosophischen Tradition. Sein Anliegen dabei war nicht, beide gegeneinander auszuspielen – auch wenn er gelegentlich den streitenden Delegierten empfahl, doch einfach einmal ein Jahr Pause zum Studium in China einzulegen. Er erinnerte im Gegenteil daran, dass die Denker der europäischen Aufklärung, die als philosophischer Wurzelgrund der modernenMenschenrechtsidee gilt, nicht zuletzt von Übersetzungen chinesischer Philosophen inspiriert gewesen seien. „Chinesische Ideen waren mit europäischem Menschenrechtsdenken und -fühlen vermischt, in einer Zeit, in der man erstmals im modernen Europa auf diesem Gebiet zu denken begann.“ Zitate der chinesischen Klassiker Konfuzius und Menzius waren ihm stets zur Hand, aber sie dienten ihm nicht zur Abgrenzung von westlichem Denken sondern als Beleg dafür, dass die Antworten auf grundlegende Fragen der menschlichen Natur und der sozialen Organisation in verschiedenen Kulturen ähnlich beantwortet wurden. So befand er etwa, dass dem Ideal der Brüderlichkeit, wie es die französische Aufklärung formulierte und wie es sich im Art. 1 der Menschenrechtserklärung wiederfindet, im chinesischen Denken das Prinzip der „Zwei-Menschen-Denkhaltung“ entspräche und in diesem Sinn universell sei.
Ein Bespiel, dass die Charta der Menschenrechte auf universelle Werte beruht, sind die "goldenen Regeln":
http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel" target="_blank
in demokratischen Ländern (nicht nur in westlichen Ländern) mag vielleicht nicht alles funktionieren wie es sein sollte, aber man hat wenigstens die rechtlichen Mitteln gegen Misstände anzukämpfen.... kein Land ist perfekt, aber man sollte wenigstens die Freiheit haben, seine Meinung darüber kundzutun und zu diskutieren, oder nicht? denn wozu schreibst du dann noch hier, wenn du dich nicht auch gerne beteiligen möchte... in demokratischen Ländern ist diese Freiheit eben gegeben...
und wenn du schon mit Selbstreflexion kommst, Kommunismus kommt auch aus dem Westen, ist also sozusagen auch ein westliches (ost-)europäisches Ideal....
die Kulturrevolution von Mao Zedong wollte chinesische Werte zerstören und hat den Konfuzianismus verteufelt... und jetzt wird Konfuzius wieder "verehrt"...
die Festlandchinesen sollen mal selbst reflektieren, ob es tatsächlich noch konfuzianistische Werte, also chinesische Werte in der VR China gibt, wie Menschlichkeit , Gerechtigkeit, Ethisches Verhalten, Weisheit , Güte...
man sieht das an alltäglichen Dingen... es herrscht eher ein Ellbogenmentalität, es geht nur noch ums Geld verdienen und darum schnell reich zu werden, egal wie, selbst Babies werden schon vergiftet um schnell ans Geld zu kommen...
listig sein, betrügen, fremdgehen, durchmogeln, durchdrängeln, erster sein sind fast schon normal... Verachtung von Älteren, Schwächeren, Behinderten und Armen haben schon Überhand genommen... (meiner Meinung nach zumindest in den Städten...)
um es ist trotzdem ein Ablenken vom ursprünglichen Thema und ein Mangel an Selbstreflexion, weil du plump denkst es gehe hier nur um West vs. East...
Andy_yi hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben:
wichtigste Begründung ist wohl, dass er als einziger von den Unterzeichnern 11 Jahre Haft gekriegt hat und somit ein hohes persönliches Opfer geleistet hat
Also besteht seine einzige nennenswerte Leistung darin, das chinesische Gesetz gebrochen zu haben?
Sehr nice.
das traurige ist ja, dass das Recht auf Meinungsäusserung in der chinesischen Verfassung verankert ist... wer bricht also die Verfassung und das Recht eigentlich?
und hatte er eine gerechtes Verfahren? hatte er das Recht auf Berufung? hatte er ein Recht auf Plädoyer?
und glaubst du wirklich alle chinesische Dissidenten kämpfen darum, dass der Westen angeblich sein Ideal durchsetzt?