Friedensnobelpreis

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Andy_yi
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Andy_yi »

Koxinga hat geschrieben: wichtigste Begründung ist wohl, dass er als einziger von den Unterzeichnern 11 Jahre Haft gekriegt hat und somit ein hohes persönliches Opfer geleistet hat
Andere nennenswerte Leistungen, die nicht auch von anderen Chinesen erbracht worden sind, sind nicht vorhanden?
Also besteht seine einzige Leistung darin, das chinesische Gesetz gebrochen zu haben und inhaftiert zu werden?
Sehr nice.
diese Idealvorstellung ermöglicht es dir in diesem Forum zu posten und du wirst auch net gebannt solange du net ausfallend wirst... in China haben die leider net die Möglichkeit im Forum über alles zu diskutieren, manche Begriffe sind schon vorher vom Internet gebannt... die Charta 08 wurde ja schliesslich auch im Internet veröffentlicht, dafür kam er ins Gefängnis...
Dann belasse ich dich mal in den Glauben, das Internet sei so frei in Deutschland und dem Staat völlig egal was im Internet vom Stapel gelassen und publiziert wird.
aquadraht
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von aquadraht »

Ok, ich mach mich mal wieder unbeliebt. Mit dem Liu ist das so wie mit dem Missionar und dem Kanonenboot. Erstmal werden Glasperlen verteilt, wobei die Glasperlen heute Demokratie heissen, und die frohe Botschaft verkündet: Werft um Euren heidnischen Glauben, höret die Offenbarung, reformiert nach unseren Plänen und alles wird gut. Wenn die Heiden abschwören, kommt das Kanonenboot und sichert den neuen Glauben.

Ok, die Haken an der Sache werden, wie sich das bei guten Missionaren gehört, erstmal getarnt. Mit der heidnischen Regierung wirft man auch die gemeine Unterdrückung der Uighuren und Tibeter über Bord und überlässt diese Gebiete wohlmeinenden NATO-Protektoraten vom Typ des Kosovo (oder Tschetscheniens unter Maschadow), auch die Mongolei wird nicht wirklich gebraucht, und wenn das Land dann noch zu gross ist, findet man bestimmt noch Unabhängigkeitsbewegungen der Mandschu (die ja schon einmal einen vom Vatikan und Deutschland anerkannten Staat hatten) - da soll man nicht kleinlich sein. Und wenn dann die Lebenserwartung ein bisschen sinkt (so um die 26% wie in der Ära Yeltsin/Gaidar, was dort bloss so 12-15 Millionen Menschenleben gekostet hat), Opfer müssen gebracht werden für die Freiheit. Und Sorgen um einen zu starken Yuan muss man sich dann nicht machen.

Die Sache ist: Erst kommt der Missionar, dann das Kanonenboot. Erst kommen die harmlosen Prediger, dann die "Reformer". Wenn man denen nicht gehorcht, lassen sie auch Panzer rollen wie Yeltsin. Das Drehbuch dessen, was da abgelaufen ist, kann man in den interessanten und menschenverachtenden Büchern von Zbigniew Brzesinski nachlesen. Der übrigens mal wieder Präsidentenberater ist.

Ich finde es eklig, wenn Leute eingesperrt werden auf Grund ihrer Meinung, auch wenn ich die Meinung eklig finde. Ich habe aber meine Zweifel, ob die eklige Meinung etwa Horst Mahlers gefährlicher ist als die des Herrn Liu. Mahler verkündet die Kanonenboote, die er nicht hat und die nie kommen werden, sein neues Drittes Reich ist ein Hirngespinst. Hinter Liu stehen echte Kanonenboote, Flugzeugträger und Interkontinentalraketen, bereit, das "Grand Chessboard Game" nach ihren Regeln zu gewinnen.

Immerhin ermordet China keine Andersdenkenden mit Killerdrohnen.

a^2
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Laogai
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Laogai »

Koxinga hat geschrieben:... das ist doch nix, was Liu XiaoBo wiederfährt, dürfen die in China überhaupt was von Liu Xiaobos Schriften lesen?
Du hast seine Schriften also gelesen! Was steht denn so da drin?
Koxinga hat geschrieben:wichtigste Begründung ist wohl, dass er als einziger von den Unterzeichnern 11 Jahre Haft gekriegt hat und somit ein hohes persönliches Opfer geleistet hat...
Für diese Begründung dürfte sich Alfred Nobel im Grab umdrehen. Sein Preis wurde weder speziell für Häftlinge noch für Opfer ausgelobt!

Oder anders interpretiert: Liu Xiaobo hat sich also aufgeopfert und ist freiwillig stellvertretend für alle Unterzeichner der Charta 08 in den Knast gewandert? Gewagte These!
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Koxinga
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Koxinga »

Andy_yi hat geschrieben:
und wozu immer diese Ablenkung vom ursprünglichen Thema??? das ist kindisch, weil China gerade angeblich "gebasht" wird, muss man Deutschland bashen oder was?

Ich lenke nicht vom Thema ab. Ich frage mich nur warum ich das propagieren westlicher Ideal Vorstellungen befürworten soll, wenn sie nichtmal im Westen so funktionieren wie man es gerne hätte.

Das einzige was für mich kindisch ist, ist der Mangel an Selbstreflexion der an den Tag gelegt wird.
und was soll dieser Vorwurf von Mangel an Selbstreflexion??? ich bin nicht das deutsche Volk... es geht nicht um Deutschland gegen China... :roll:

und was soll das Propagieren von angeblich "westlicher" Werte, wenn es universelle Werte sind, ein Chinese hat an der Charta der Menschenrechte der UN mitgearbeitet, er war der sogar maßgeblich daran beteiligt:

http://www.menschenrechte.org/lang/de/v ... 1957-china" target="_blank

Zahlreiche zeitgenössische Zeugnisse bezeichnen ihn als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten der Kommission. In allen schwierigen Fragen wurde sein Rat gesucht und führte oft zu konstruktiven Lösungen. Dabei schöpfte Chang aus einer umfassenden Kenntnis sowohl der westlichen wie der chinesischen philosophischen Tradition. Sein Anliegen dabei war nicht, beide gegeneinander auszuspielen – auch wenn er gelegentlich den streitenden Delegierten empfahl, doch einfach einmal ein Jahr Pause zum Studium in China einzulegen. Er erinnerte im Gegenteil daran, dass die Denker der europäischen Aufklärung, die als philosophischer Wurzelgrund der modernenMenschenrechtsidee gilt, nicht zuletzt von Übersetzungen chinesischer Philosophen inspiriert gewesen seien. „Chinesische Ideen waren mit europäischem Menschenrechtsdenken und -fühlen vermischt, in einer Zeit, in der man erstmals im modernen Europa auf diesem Gebiet zu denken begann.“ Zitate der chinesischen Klassiker Konfuzius und Menzius waren ihm stets zur Hand, aber sie dienten ihm nicht zur Abgrenzung von westlichem Denken sondern als Beleg dafür, dass die Antworten auf grundlegende Fragen der menschlichen Natur und der sozialen Organisation in verschiedenen Kulturen ähnlich beantwortet wurden. So befand er etwa, dass dem Ideal der Brüderlichkeit, wie es die französische Aufklärung formulierte und wie es sich im Art. 1 der Menschenrechtserklärung wiederfindet, im chinesischen Denken das Prinzip der „Zwei-Menschen-Denkhaltung“ entspräche und in diesem Sinn universell sei.


Ein Bespiel, dass die Charta der Menschenrechte auf universelle Werte beruht, sind die "goldenen Regeln":

http://de.wikipedia.org/wiki/Goldene_Regel" target="_blank

in demokratischen Ländern (nicht nur in westlichen Ländern) mag vielleicht nicht alles funktionieren wie es sein sollte, aber man hat wenigstens die rechtlichen Mitteln gegen Misstände anzukämpfen.... kein Land ist perfekt, aber man sollte wenigstens die Freiheit haben, seine Meinung darüber kundzutun und zu diskutieren, oder nicht? denn wozu schreibst du dann noch hier, wenn du dich nicht auch gerne beteiligen möchte... in demokratischen Ländern ist diese Freiheit eben gegeben...

und wenn du schon mit Selbstreflexion kommst, Kommunismus kommt auch aus dem Westen, ist also sozusagen auch ein westliches (ost-)europäisches Ideal....

die Kulturrevolution von Mao Zedong wollte chinesische Werte zerstören und hat den Konfuzianismus verteufelt... und jetzt wird Konfuzius wieder "verehrt"...

die Festlandchinesen sollen mal selbst reflektieren, ob es tatsächlich noch konfuzianistische Werte, also chinesische Werte in der VR China gibt, wie Menschlichkeit , Gerechtigkeit, Ethisches Verhalten, Weisheit , Güte...

man sieht das an alltäglichen Dingen... es herrscht eher ein Ellbogenmentalität, es geht nur noch ums Geld verdienen und darum schnell reich zu werden, egal wie, selbst Babies werden schon vergiftet um schnell ans Geld zu kommen...

listig sein, betrügen, fremdgehen, durchmogeln, durchdrängeln, erster sein sind fast schon normal... Verachtung von Älteren, Schwächeren, Behinderten und Armen haben schon Überhand genommen... (meiner Meinung nach zumindest in den Städten...)

um es ist trotzdem ein Ablenken vom ursprünglichen Thema und ein Mangel an Selbstreflexion, weil du plump denkst es gehe hier nur um West vs. East... :roll:
Andy_yi hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben: wichtigste Begründung ist wohl, dass er als einziger von den Unterzeichnern 11 Jahre Haft gekriegt hat und somit ein hohes persönliches Opfer geleistet hat
Also besteht seine einzige nennenswerte Leistung darin, das chinesische Gesetz gebrochen zu haben?
Sehr nice.
das traurige ist ja, dass das Recht auf Meinungsäusserung in der chinesischen Verfassung verankert ist... wer bricht also die Verfassung und das Recht eigentlich?

und hatte er eine gerechtes Verfahren? hatte er das Recht auf Berufung? hatte er ein Recht auf Plädoyer?

und glaubst du wirklich alle chinesische Dissidenten kämpfen darum, dass der Westen angeblich sein Ideal durchsetzt?
Andy_yi
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Andy_yi »

Koxinga hat geschrieben: das traurige ist ja, dass das Recht auf Meinungsäusserung in der chinesischen Verfassung verankert ist... wer bricht also die Verfassung und das Recht eigentlich?
Ich weiß zwar, das Aktionen gegen den Staat im Gesetz sehr wohl verboten sind. Möchte, da du dich ja für voll informiert hälst, gerne den Auszug von dir aus dem Gesetzes Text haben. Dann können wir das gerne zusammen erörtern :roll: !

Aber ganz davon abgesehen, was hat das jetzt mit dem Nobelpreis zutun?
Es ist zwar schlimm das in China Meinungsäußerrungen so gehandhabt werden, nur ist das ( wie Laogai schon schrieb ) keine Leistung die einen Nobelpreis rechtfertigen würde.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Koxinga »

laogai hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben:... das ist doch nix, was Liu XiaoBo wiederfährt, dürfen die in China überhaupt was von Liu Xiaobos Schriften lesen?
Du hast seine Schriften also gelesen! Was steht denn so da drin?
Koxinga hat geschrieben:wichtigste Begründung ist wohl, dass er als einziger von den Unterzeichnern 11 Jahre Haft gekriegt hat und somit ein hohes persönliches Opfer geleistet hat...
Für diese Begründung dürfte sich Alfred Nobel im Grab umdrehen. Sein Preis wurde weder speziell für Häftlinge noch für Opfer ausgelobt!

Oder anders interpretiert: Liu Xiaobo hat sich also aufgeopfert und ist freiwillig stellvertretend für alle Unterzeichner der Charta 08 in den Knast gewandert? Gewagte These!
offensichtlich hast du meine anderen Beiträge gar nicht gelesen, sonst würdest du dich nicht ständig im Kreis drehen und meine Beiträge uminterpretieren wollen... :roll: du wolltest all die Quellen und nun sehe ich dass du gar nicht wirklich darauf eingehen wolltest... :? das sind doch gar nicht meine Worte, sondern die vom Komitee...

er soll als Symbol stehen für alle anderen Dissidenten, das ist meine Meinung ja, aber ich denke nicht, dass er freiwillig ins Gefängnis wollte, warum sollte er sowas tun?! :D er kämpft doch eben für persönliche Freiheiten! :roll:

und ich habe schon erklärt, dass ich viele umstrittene Preisvergabungen nachvollziehen kann, aber nicht unbedingt befürworte, du kannst gerne all meine Beiträge lesen, die nicht nur an dich gingen und wir wissen nicht wie Alfred Nobel darüber denken würde, weil er tot ist, also stellst du eigentlich die gewagten Thesen... :roll:
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Klickerklacker

Beitrag von Laogai »

Lao Zheng, du bist ja ein Meister der Verschleierungstaktik!
Koxinga hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Irgendwie ist mir das noch immer zu dürftig. Was hat denn dieser Herr Liu gesagt und getan, um den Preis zu bekommen? Ernsthaft, ich brauche mal ein paar Quellen für die "gewaltfreien" und "universellen" Ziele von Liu Xiaobo. Die westlichen Medien, die ich bisher gelesen habe, berichten leider nur über seinen Leidensweg, aber nicht über seine Ziele, Vorstellungen und Forderungen! Wo finde ich die?
lies Charta 08??
http://www.oai.de/de/publikationen/oai- ... preis.html" target="_blank
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/int ... 0/index.do" target="_blank
Ich bat um Quellen zu seinen Zielen, Vorstellungen und Forderungen, nicht um ein Pamphlet, welches er zusammen mit anderen unterzeichnet hat.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Andy_yi »

Koxinga hat geschrieben:
und ich habe Dir schon gesagt, dass ich viele umstrittene Preisvergabungen nachvollziehen kann, aber nicht unbedingt befürworte, du kannst gerne all meine Beiträge lesen, die nicht nur an dich gingen und wir wissen nicht wie Alfred Nobel darüber denken würde, weil er tot ist, also stellst du eigentlich die gewagten Thesen... :roll:
So kann man eine Frage auch Tot würgen, wenn man keine Argumente hat :lol:
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Re: Klickerklacker

Beitrag von Koxinga »

laogai hat geschrieben:Lao Zheng, du bist ja ein Meister der Verschleierungstaktik!
Koxinga hat geschrieben:
laogai hat geschrieben:Irgendwie ist mir das noch immer zu dürftig. Was hat denn dieser Herr Liu gesagt und getan, um den Preis zu bekommen? Ernsthaft, ich brauche mal ein paar Quellen für die "gewaltfreien" und "universellen" Ziele von Liu Xiaobo. Die westlichen Medien, die ich bisher gelesen habe, berichten leider nur über seinen Leidensweg, aber nicht über seine Ziele, Vorstellungen und Forderungen! Wo finde ich die?
lies Charta 08??
http://www.oai.de/de/publikationen/oai- ... preis.html" target="_blank
http://www.wirtschaftsblatt.at/home/int ... 0/index.do" target="_blank
Ich bat um Quellen zu seinen Zielen, Vorstellungen und Forderungen, nicht um ein Pamphlet, welches er zusammen mit anderen unterzeichnet hat.

ok erkläre mir was daran ein Pamphlet sein soll und warum da keine Ziele und Vorstellungen wiedergegeben wurde... er wurde wegen der charta verhaftet, also steht er hinter der charta, er hat das maßgeblich mitinitiert...
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Koxinga »

Andy_yi hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben:
und ich habe Dir schon gesagt, dass ich viele umstrittene Preisvergabungen nachvollziehen kann, aber nicht unbedingt befürworte, du kannst gerne all meine Beiträge lesen, die nicht nur an dich gingen und wir wissen nicht wie Alfred Nobel darüber denken würde, weil er tot ist, also stellst du eigentlich die gewagten Thesen... :roll:
So kann man eine Frage auch Tot würgen, wenn man keine Argumente hat :lol:
du weisst selbst, dass er nicht argumentieren will, sondern nur bloss dumme Fragen stellt... :roll: und lies die anderen Beiträge, nix anderes habe ich am Anfang geschrieben, ich bin auf seine Fragen eingegangen...
Andy_yi hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben: das traurige ist ja, dass das Recht auf Meinungsäusserung in der chinesischen Verfassung verankert ist... wer bricht also die Verfassung und das Recht eigentlich?
Ich weiß zwar, das Aktionen gegen den Staat im Gesetz sehr wohl verboten sind. Möchte, da du dich ja für voll informiert hälst, gerne den Auszug von dir aus dem Gesetzes Text haben. Dann können wir das gerne zusammen erörtern :roll: !

Aber ganz davon abgesehen, was hat das jetzt mit dem Nobelpreis zutun?
Es ist zwar schlimm das in China Meinungsäußerrungen so gehandhabt werden, nur ist das ( wie Laogai schon schrieb ) keine Leistung die einen Nobelpreis rechtfertigen würde.
es ist doch wohl klar, dass aktionen gegen den staat verboten sind, wenn der staat sie selbst aufstellt, schliesslich wurde jeder verstoss gegen "die nürnberger gesetze" auch bestraft, aber die frage wie gerechtfertigt das ist und enstanden die auf demokratischen wege?! :roll:

und keiner von uns beiden kann das doch wohl beurteilen, weil wir erstens die genauen anklagen ja auch nicht mal kennen und wie sie diese begründet haben... und wenn du die charta 08 liest, musst du dich selbst fragen, ob das gerechtfertigt ist, dass er dafür ins gefängnis kam... es geht eben darum ob seine verurteilung rechtsstaatlich zuging, nach der meinung von chin. dissidenten und der demokratischen ländern nein, er hatte ja nicht mal das recht erhalten dagegen anzuklagen...

die vr china hat 2004 in deren gesetze verankert, dass sie die menschenrechte schützt und respektiert: http://de.wikipedia.org/wiki/Menschenre ... blik_China" target="_blank


und warum er den nobelpreis gekriegt hat, habe ich in meinen anderen beiträgen schon aufgezeigt... offensichtlich liest ihr ja keine nachrichten...

Andy_yi hat geschrieben:
Dann belasse ich dich mal in den Glauben, das Internet sei so frei in Deutschland und dem Staat völlig egal was im Internet vom Stapel gelassen und publiziert wird.
und du wirfst mir vor, dass meine argumente ausgehen, wieso glaubst du wie laogai, dass ich sowas denke, wenn ich sowas nie behauptet habe? :roll: und woher willst du wissen, dass ich sowas glaube, bist du wahrsager? :wink:

aber auch darauf werde ich eingehen, damit du den unterschied verstehst, du kannst hier posten trotz kontrolle vllt., du kannst dich verteidigen, wenn du deswegen verhaftet wirst und ich glaube kaum, dass du 11 jahre kriegen wirst, wenn du versuchst den staat gewaltfrei zu reformieren ... :mrgreen:
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Andy_yi »

Koxinga hat geschrieben: und warum er den nobelpreis gekriegt hat, habe ich in meinen anderen beiträgen schon aufgezeigt... offensichtlich liest ihr ja keine nachrichten...
Wissen wir doch, auch aus den Nachrichten. Wir halten das nur für ungerechtfertigt. Warum haben wir ja schon geschrieben.
es ist doch wohl klar, dass aktionen gegen den staat verboten sind, wenn der staat sie selbst aufstellt, schliesslich wurde jeder verstoss gegen "die nürnberger gesetze" auch bestraft, aber die frage wie gerechtfertigt das ist und enstanden die auf demokratischen wege?! :roll:
Du schriebst, der Staat würde seine eigenen Gesetze brechen.
Im Gesetz ist verankert, das jegliche Wetterei gegen den Staat verboten ist. Für wie gerechtfertigt du das jetzt hälst oder nicht, steht dabei außer Frage.
Der Herr Liu hat gegen geltendes Recht verstoßen und nicht der Staat.

Abgesehen davon steht ja auch im Wiki Text "Die Menschenrechte aus chinesischer Sicht unterscheiden sich aber in einigen Punkten von der westlichen Sichtweise".
Koxinga hat geschrieben: aber auch darauf werde ich eingehen, damit du den unterschied verstehst, du kannst hier posten trotz kontrolle vllt., du kannst dich verteidigen, wenn du deswegen verhaftet wirst und ich glaube kaum, dass du 11 jahre kriegen wirst, wenn du versuchst den staat gewaltfrei zu reformieren ... :mrgreen:
Es ging jetzt nicht speziell um die Übertragung von Lius Fall auf das Deutsche System... :roll:
Ich erspare mir aber jetzt die Mühe dir das zu erklären, so das du auch auch verstehst, und gehe lieber schlafen. Gn8
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Koxinga »

Andy_yi hat geschrieben:
Koxinga hat geschrieben: und warum er den nobelpreis gekriegt hat, habe ich in meinen anderen beiträgen schon aufgezeigt... offensichtlich liest ihr ja keine nachrichten...
Wissen wir doch, auch aus den Nachrichten. Wir halten das nur für ungerechtfertigt. Warum haben wir ja schon geschrieben.
es ist doch wohl klar, dass aktionen gegen den staat verboten sind, wenn der staat sie selbst aufstellt, schliesslich wurde jeder verstoss gegen "die nürnberger gesetze" auch bestraft, aber die frage wie gerechtfertigt das ist und enstanden die auf demokratischen wege?! :roll:
Du schriebst, der Staat würde seine eigenen Gesetze brechen.
Im Gesetz ist verankert, das jegliche Wetterei gegen den Staat verboten ist. Für wie gerechtfertigt du das jetzt hälst oder nicht, steht dabei außer Frage.
Der Herr Liu hat gegen geltendes Recht verstoßen, und nicht der Staat!
Koxinga hat geschrieben: aber auch darauf werde ich eingehen, damit du den unterschied verstehst, du kannst hier posten trotz kontrolle vllt., du kannst dich verteidigen, wenn du deswegen verhaftet wirst und ich glaube kaum, dass du 11 jahre kriegen wirst, wenn du versuchst den staat gewaltfrei zu reformieren ... :mrgreen:
Es ging jetzt nicht speziell um die Übertragung von Lius Fall auf das Deutsche System... :roll:
ihr habt gefragt, ich hab geantwortet, das Komitee hat so entschieden, ob es für euch gerechtfertigt ist, steht also auch ausser Frage? dann hast du das Prinzip der universelle Rechte nicht verstanden... aber anwenden tust du es ja gerne offensichtlich und du nutzt diese Freiheit :roll:

ach ja und jeder DDR-Deutscher und Nordkoreaner, der geflohen ist, hat ja auch gegen geltendes Recht verstossen, aber kann man ihnen das verübeln?! :roll: oder die dt. Widerständler die, gegen die Nazi-Diktatur waren also alles automatisch Verbrecher und es steht ausser Frage ob ihre Verhaftungen gerechtfertigt waren oder nicht?! :roll:

und auch ich halte doch auch einige frühere Vergaben für strittig, in dem Fall sehe ich aber, dass sie nicht nur die Person geehrt haben, sondern seine Vorgehensweise im Kampf für Menschenrechte... und um auf bestimmte Situationen aufmerksam zu machen...
die Begründungen stehen ja im Internet, man muss eben manchmal nur gründlicher suchen, im Gegensatz zu Euch gehe ich ja auf all Eure Fragen ein und picke mir nicht bestimmte Fragen raus...

herr liu setzt sich für die Einhaltung der verfassungsgegebenen Rechte ein, allein dafür werden viele Chinesen noch bestraft, die ihre Rechte durchsetzen wollen, die keine Dissidenten sind und schliesslich setzt er sich für Reformen ein, ob damit auch die Abschaffung der VR China miteingeht, wage ich gar nicht zu beurteilen, aber er geht bestimmt nicht so vor wie einige dubiose dt. Parteien in Deutschland es versuchen... :roll: er ruft ja nicht zur Gewalt auf, sondern auf Einhaltung von universelle Menschenrechte, demokratische Mitbestimmung jedes Einzelnen....

und woran machst du das eigentlich überhaupt fest, dass der Staat nicht gegen geltendes Recht verstossen hat? nur weil sich die KP durchgesetzt hat?

auch in Deutschland passiert das ab und zu, dass der Staat gegen geltendes Recht verstösst und manchmal wurden die Deutschen auch vom europ. Gerichtshof gerügt... ich habe das mal vorsichtshalber hineingesetzt, weil du ständig die Vergleiche ziehst, nicht ich...


Andy_yi hat geschrieben: Abgesehen davon steht ja auch im Wiki Text "Die Menschenrechte aus chinesischer Sicht unterscheiden sich aber in einigen Punkten von der westlichen Sichtweise".
das macht ja auch nichts, aber ist das die Sichtweise der KP oder des chinesischen Volkes?

Gute Nacht
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Ting Budong
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Ting Budong »

Andy_yi hat geschrieben:
OlliTrade hat geschrieben: Betrachtet man das Recht auf freie Meinungsaeuserung als fundamentalen
Bestandteil einer friedlichen Gesellschaft hat man wieder den Bezug.
Das Recht auf freie Meinungsäußerung mit Bezug zur friedlichen Gesellschaft funktioniert ja auch in Deutschland so gut. Hier wird man nicht in den Knast geworfen, dafür aber gesellschaftlich diskriminiert und als nicht tragbar abgestempelt.

Ich finde es immer spannend wie diese Ideal Vorstellung propagiert wird, leider ein Fass ohne Boden.
Wer denn? Sarrazin? Der Mann macht sich selbst unmöglich und darf sich trotzdem auf den Podien der Republik tummeln. Es ist fast unmöglich seine Ansichten nicht zu kennen. Dagegen wird Liu in den Knast gesteckt und totgeschwiegen. Das ist kein himmelweiter qualitativer Unterschied, nein?
Ich weiß aus o.g. Grund immer noch kaum etwas über diesen Mann, aber so wie die chinesische Regierung mit dem Thema umgeht, hat sie sich schon von vornherein disqualifiziert.
Es wäre doch so einfach den Westen zu entlarven und vorzuführen. Dazu müsste man allerdings diskutieren. Stattdessen entlarvt sie sich selbst und lässt sich vorführen.
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von happyfuture »

Koxinga hat geschrieben:
Andy_yi hat geschrieben:Abgesehen davon steht ja auch im Wiki Text "Die Menschenrechte aus chinesischer Sicht unterscheiden sich aber in einigen Punkten von der westlichen Sichtweise".
das macht ja auch nichts, aber ist das die Sichtweise der KP oder des chinesischen Volkes
M.E. sind das dreierlei Maßstäbe:
- westliche Sichtweise
- durch die KP vorgeschriebene Sichtweise für China
- chinesische EGO-Sichtweise
Xian
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Re: Friedensnobelpreis

Beitrag von Xian »

Article 35 of the Constitution of the People's Republic of China claims that:

Citizens of the People's Republic of China enjoy freedom of speech, of the press, of assembly, of association, of procession and of demonstration.
Quelle: http://en.wikipedia.org/wiki/Freedom_of ... ainland.29" target="_blank

Also die Freiheit auf Meinungsäußerung haben sie ja schonmal, Freie Presse usw.. Das mit dem gegen den Staadt habe ich noch nicht gefunden, werde ich mir bei Zeiten aber auch mal raussuchen.


Liebe Grüße,
Xian
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