yue hat geschrieben:@Kusti und jap
vielen Dank fuer eure freundlichen Hinweise. Es gibt sicherlich auch ein paar Sekten in China. Aber keine Sorge, mein Glaube wie der Glaube bei euch: Dreieiniger Gott, wir beten im Namen des Jesu, in der Gemeinde gibt es keinen Zwang der Geldspende oder irgendwas anderes. Was vorehelichen Sex anbelangt, wuerde ich sagen, das ist eher eine persoenliche Entscheidung, da ich fuer meinen kuenftigen Mann einfach pur bleiben moechte. Das ist auch mit Treue und Liebe zu interpretieren. Vorehelicher Sex steht ja nicht auf die 10-Verbote-Liste, allerdings kommt das automatisch, mindestens fuer mich. Was wird eine glaeubige Christin auswaehlen, Liebe und Treue zu dem Mann oder eigene Begier/physischer Bedarf, ist die Antwort doch klar, oder?
Ich war auch Atheist und total gegen irgendeine Religion nach Maxismus, habe ueber die Skandale der Kirchen ausgelacht. Allerdings habe ich doch selbst mehrmals Gottes Gnade und Fuehrungen erlebt, seit ich IHM kennengelernt habe. Fuer eine richtige Christin ist das Leben ja sehr hard (nach weltlichem Massstab), man muss viele Freizeit, Enegie und Geld ausgeben, kann nicht nach Herzenslust auf der Welt mal was unternehmen, deswegen verderben auch manche Leute, z.B. nach der Umfrage von Spiegel gehen 67% der verheirateten deutschen Maenner haben die Erfahrung, fremd zu gehen oder Sex zu kaufen.... Darum ist das Himmelstor sehr schmal. oder? Man kann nach so genannter Freiheit ausleben, und so genannte Heiterlichkeit dadurch bekommen, aber habt ihr Chinesisch-kenner bemerkt, wie Heiterlichkeit/Foehlichkeit schreibt, huan 欢,das Wort besteht aus zwei Teilen, naemlich 又WIEDER/NOCH und verb 欠FEHLEN, also, froehlich, aber fehlt noch was......
Viele Westler beklagen sich herum, dass es in China Berechtigkeit, Barmherzigkeit, Achtung vor Gesetz/Ordnung, Demokratie, gar Sauberkeit fehlt. Aber habt ihr gewusst, die alle hier genannten Sachen existieten und existieren auch nicht automatisch bei euch, sondern grossteil durch das Christentum als Staatsreligion in Europa. Deswegen sehe ich das Christentum eine Wurzel von euren Denkweisen, Mentalitaet, Lebensstil und Wertvortellungen, leider haben viele Westler diesen Punkt nicht gewusst.
ich sehe Bibel ein sehr grossartiges Buch, in dem es viele Weisheiten und Denkanstoss gibt auch fuer einen Atheist. Mein Nachbar ist kein Christer, allerdings lernt er Bibel intensiv, da viele Denkweisen im Bibel ihm beim Boersenhandel viel geholfen haben.
Btw, Ich empfehlen ein Buch von Pat Gelsinger, CTO von Intel, Balancing Your Family, Faith & Work, dann verstehst Du, welche Unterschiede gibt es zwischen (richtige) Christen und Non-Christen, insbesondere die Haltungen bezueglich des Familiensinns und der Ehetreue sowie die Erfolgstricks.....
Alles Gute
Vielen Dank, dass du aussagst, dass wir dir helfen konnten. Das freut uns. Und vielen Dank für die vielen Informationen, welche du gibst.
Für mich persönlich hat Glaube nichts mit Gott oder der Bibel zu tun, sondern mit Kultur. Ein Gläubiger ist nach meiner Ansicht nach ein kultivierter Mensch, welcher sich in freiheitlichem Sinne über alles seine Gedanken macht. Die Interpretationen von Dreieinigkeit und die Anbetung von Jesu ist meiner Meinung nach schon eine sehr spezielle Haltung. Natürlich gehört dies zum Lehrgebäude, z.B. der katholischen Kirche, usw. Aber unter uns, kein Christ glaubt an solchen Humbug.
Auch deine Aussage, dass:
", dann verstehst Du, welche Unterschiede gibt es zwischen (richtige) Christen und Non-Christen, insbesondere die Haltungen bezueglich des Familiensinns und der Ehetreue sowie die Erfolgstricks....."
lässt mich irgendwie auch deine Glaubenshaltung als Zweckdienstlichkeit interpretieren. Das mag aber davon kommen, dass du als Asiatin, und als ehemalige Sozialist, immer in allem nur einen Zweck sehen willst, einen Beweggrund oder einfach eine Erklärung. Das ist beim westlichen Ansatz des Glaubens aber nicht so. Der Glaube unterwirft sich nicht einem Zweck oder einer Aufgabe. Um dir das zu erklären müsste ich dir ein wenig über die Philosophie der biblischen Moral erzählen. Das enthält aber so viele Facetten, dass man an kein Ende kommt.
Ich sage nicht, dass ein Gläubiger ein besserer Partner ist, weil er an Gott oder die Bibel glaubt, an die Dreieinigkeit oder Jesu. Sondern ich sage nur aus, dass ein Gläubiger ein kultivierter Mensch ist, welcher die Beurteilung seiner Handlungsweise durch eine höhere Macht zulässt. Du kannst es auch die Metaebene der Wahrnehmung nennen. Ein Gläubiger hört immer in sich hinein, ob er eine Entscheidung auch wirklich tragen kann, und er lässt auch andere Stimmen zu, als welche ihm sagen: "Mach Profit, kämpfe, werde mächtig, werde reich, werde berühmt". Aber es ist auch keine relativierende Instanz, welche besagt, dass du arm bleiben sollst, damit andere reich und erfolgreich werden können. Also es lässt auch nicht den quasi Umkehrschluss zu. Aber diese Metaebene sagt dir zum Beispiel, dass wenn du Reich werden willst, du auch akzeptieren musst, dass 100 oder 1000 andere arm sein werden. Und diese Metaebene bringt dich dazu, dir nochmals klar darüber zu werden ob du das wirklich mit alle deinen Kräften erreichen willst, ob es sich wirklich lohnt. Und ob es nicht vielleicht besser wäre, mit deinem Geld die restlichen Verlierer zu unterstützen, weil du ihnen die Chance genommen hast Mensch zu sein mit einem durchschnittlichen Lebensstandard.
Das meine ich, als anhand eines Beispieles, mit 'Gläubiger sein'. Der Glaube unterwirft sich nicht einer Ideologie, sei es nun ein Parteiprogramm, ein persönlicher Wunsch oder sonst etwas. Deshalb gibt es auch unter den Sozialisten in China Gläubige, obschon sie weder mit Gott, noch mit der Bibel etwas am Hut haben.
Aber wenn du hier einen Partner suchst, dann ist die Chance, dass du den richtigen findest, nämlich eine kultivierte Person, bei den Gläubigen 1000x höher als bei den meistens entwurzelten Nicht-Gläubigen.
Und das war mein Abschluss für dieses Thema. Ich wollte dir einfach nochmals aufzeigen, dass der Glaube sich nicht irgendetwas unterwirft, keinen Zweck hat, kein Ziel hat und auch keine Absicht. Der Glaube drückt alleinig 'Kultur' aus. Der Weg dorthin ist niemals zu Ende, weil die Bedingungen immer wieder ändern.
Es ist nachvollziehbar, dass in China der Glaube nicht gerne gesehen wird. Er ist wie Öl in's Feuer einer Benutzung von Menschen als wie Werkzeuge. Der Glaube, unabhängig von Gott und Bibel, bringt die wahre Kultur in die Köpfe der Leute, und dann werden sie sich selbst verwirklichen wollen und sich so betrachten können, wie sie wirklich sind. Das höchste Ziel menschlichen Schaffens.