Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Übersetzungen, Computerprobleme, Chinesische Zeichen, Studium in China, Sinologie usw.
Luan
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan »

ingo_001 hat geschrieben:
So, das hab ich jetzt (nochmal) gemacht.
Sorry, aber ich hatte wirklich gedacht, Du willst mit Deinem Studium beruflich was anfangen - mein Fehler. Bin da wohl zu altmodisch, wenn ich Studium mit Beruf in Verbindung bringe :mrgreen:
Du hättest auch gleich sagen können, dass Du "nur" just for fun studieren willst.
Dann hätte ich mir meine kritischenen aber konstruktiven Beiträge sparen können.
Natürlich will ich später was damit machen, aber ich habe die Überstzer von vorhin nur als Beispiel genommen, - du muss nicht daraus interpretieren, dass ich ich irgendeiner bin, der irgendwas studieren will, weil es ein anderer mir vorgeschlagen hat - ich will etwas studieren, was mich interessiert, natürlich will ich damit irgendwie arbeiten, aber ich bin nicht so einer der in wirtschaft oder ähnlichen krimskrams gehen kann, weil ich z.b. mathematisch eine Null bin
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Taiyang
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Taiyang »

TGH hat geschrieben: Geh doch einfach zum Bund oder mach Zivildienst, spar das Geld und hau für ein Jahr damit ab nach Asien/China. Bei einem gemütlichen Opiumkaffee in Laos wird einem manches klarer im Leben. :wink:
Oh ja.

Luan kann seinen Zivildienst auch in China machen...


& Sinologie und Übersetzer werden: das ist theoretisch möglich. Da ein Übersetzer sowieso vorrangig in seine Muttersprache übersetzen sollte, reichen die Sprachkenntnisse aus dem Studium eigentlich. Nur damit ist es eben nicht getan. Nicht umsonst gibt es den Studiengang "Diplom-Übersetzer" und Übersetzen ist ja nicht nur Wörter in eine andere Sprache übertragen und ggfs. im Wörterbuch nachschlagen. Von der miesen Bezahlung in den meisten Fällen mal abgesehen. (3-stelliger RMB Betrag keine Seltenheit)


T., die auch Japanisch angefangen hat, und erst 6 Jahre später mal nach Japan gekommen ist.
andy

Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von andy »

TGH hat geschrieben: Und bei der Wahl des Studiums die persönlichen Vorlieben stärker zu gewichten als die späteren Berufsaussichten halte ich grundlegend für eine gute Sache, mehr wollte ich nicht sagen. :)
Ich kann diese allgemeine Aussage, die man wirklich überall hört, nicht ganz teilen.
Es ist zwar richtig das man ein Studium zwecks seiner Neigung wählen sollte, um später eben das zutun was man will, aber das ist bei Sinologie nicht gegeben. Es gibt kein Job, in dem man intensiv mit den Inhalt des Studiums arbeitet (außer halt Professor oder angestellter bei der Uni), das wars dann mit der Neigung.
Ein Studium sollte doch dafür da sein, um später glücklich zu sein, nicht nur 3 Jahre :roll:

Luan hat geschrieben:aber ich habe die Übersetzer von vorhin nur als Beispiel genommen, - du muss nicht daraus interpretieren, dass ich ich irgendeiner bin, der irgendwas studieren will, weil es ein anderer mir vorgeschlagen hat
Du nimmst also in Kauf das du den Rest deines Lebens "Irgendwas" machst, um jetzt 3 Jahre das zu tun, was du willst, also ist dein Ziel lediglich der Weg?

Ich bezweifle, dass du damit glücklich wirst, zumal du später erkennen wirst, das dich in der Arbeitswelt nur sehr wenige gebrauchen können, und das sind dann Jobs, die mit den Studiumsinhalt nichts mehr zu tun haben, viel Geld verdient man mit Jobs wie "Reiseleiter" auch nicht.

Da kommt dann automatisch fast schon ein Studium hinten dran oder eine Lehre, und das kostet viel Zeit, wovon du ja wenig hast ( Siehe Eingangspost ).
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Babs
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Babs »

TGH hat geschrieben: Immerhin würdest du dann mal nach China kommen, denn "Ein wesentlicher Bestandteil des Studiengangs ist (für das Hauptfach) der obligatorische einsemestrige Aufenthalt am European Centre for Chinese Studies (ECCS) an der Peking University im vierten Studiensemester."
Es ist mir - wie vieler meiner Vorredner auch - ohnehin schleierhaft wie man Sinologie studieren möchte, ohne jemals in China gewesen zu sein. Aber das ist deine Sache. :)
andy hat geschrieben: Es wäre sicher Sinnvoll vorher mal das Land zu besuchen, nicht das es dir hinterher so geht wie unseren Forum User "Ayane" damals.
Hallo Luan,

ich möchte Dir auch empfehlen, China zu besuchen und zwar bevor Du das Studium anfängst, es gibt immer wieder Sinologie-Studenten, die das ganze Studium nach dem "obligatorischen einsemestrigen Aufenthalt" in China hinschmeißen, weil sie vom ayane-Bazillus befallen wurden :wink:
Madura
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Madura »

Moin, moin...
...total die hitzige Debatte hier..welch sauhaufen..^^
Also ich kann dir nur meinen Tipp geben, wenn du drauf bock hast, mach es einfach. Studium kannst du immernoch abbrechen. dann bist du einfach ne erfahung reicher.
Ich sitz grad in Bochum im 2 semester sino/wiwi und kann dir nur zu dem teil sino sagen, dass nun im klasse bachlor (welch schmutz) du 24/7 mit dem pauken der Zeichen beschäftigt sein wirst. Sprich..deine optimistischen töne sind hoffentlich ernst gemeint^^ Dennoch ist Sino echt voll okay aus meiner Brille...das ganze für dich in nem Praktikum herauszufinden gestaltet sich ja eher als schwer.
Dennoch: Ich hab viele kommilitonen, die auch noch nie drübben waren...find ich etwas gefährlich. Hab nach dem Abi überlegt 1 jahr zivi drüben zu machen...wäre sicher saugeil geworden, mir ist damals was dazwischen gekommen.
Dennoch: Wenn man die Chinafaszination einmal hat (so wie ich einfach mal von dir denke), läst die einen auch nicht so schnell los....also mach einfach was dir dein Herz sagt!
lg Basti
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sammakko
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von sammakko »

Hallo Luan!

Sinologie und Soziologie sind Fächer, die hervorragende Berufsaussichten haben.
Mit Sinologie kann man so ziemlich alles machen... eimal den ganzen Kram, für den man überhaupt nur "irgendwas" studeirt haben muss... und dann auch jede menge Kulturkram. Wenn Du im Sprachkurs schön fleißig bist, kannst Du Dich quasi überall anbieten. ich hab schon Jobs direkt angeboten bekommen, als ich gesagt habe, dass ich chinesisch studiert habe... China wird überall als aufsteigender Markt gehandelt.

Welche Uni? Hamburg! Was sonst! Zugegeben, ich persönlich kenne wirklich keine andere Uni. Nur genug Kommentare anderer Leute. Hamburg hat einen Super-Sprachkurs, ein schönes neues Gebäude (Asien-Afrika-Institut) , keine schleimig-elitäre Stimmung wie südlichere Hochschulen (wie mir mehrmals bestätigt wurde) und ganz davon abgesehen ist Hamburg die schönste Stadt der Welt :D
Du kannst außerdem zwischen Sinologie 1 (Sprache und Literatur) und Sinologie 2 (Gesellschaft und Politik) wählen. Sino 1 hat genug von den Tang-Dichtern, die Dich interessieren.

Viel Spaß! Und nicht entmutigen lassen!
Luan
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Luan »

Hey, das ist cool, dass mal jemand auf meine Fragen eingeht, bochum und hamburg so so - vielen dank euch allen :wink: Wie waren/ bzw sind die Profs denn so drauf? Könnt ihr da vlt auch was zu sagen?
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sammakko
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von sammakko »

Hamburg: In den sechs jahren, dass ich nicht mehr da war, hat sich sicher ne Menge geändert. Was ich weiß, ist der eine Prof sicher in Rente. Es gab drei Profs und einige Dozenten.
Jeder von denen war eine skurile Gestalt und das ließ garantiert keine langeweile aufkommen. Das Beste am Studium ist die Dozentin des Sprachkurses, die man entweder liebt oder hasst :wink: und die andere gestalten sind entweder dröge, faszinierend, einschläfernd, doof, extremanspruchsvoll, oder oder... Ab und an gab es auch institutsübergreifende Kurse, chinesisches recht, chinesische musik, chinesischer Film... ich weiß nicht, ob das beim Bachelor-System noch so möglich ist. Ich hab noch auf Magister studiert, und da konnte man sich viel aussuchen.
Es war so: wenn Du fleißig bist und Interesse hast, haben Dir die Profs/Dozenten auch viel geholfen, sogar Jobs vermittelt. Insgesamt wars eine anspruchsvolle, aber freundliche Atmosphäre.
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Madura »

Jaaa ich als gebürtiger Hamburger muss da eigentlich zustimmen. Thema schönste Stadt der Welt (ausgenommen ostasiatischer Raum, versteht sich^^)

Ich bin halt an der RUB in Bochum...die Uni ist derb hässlich, soll aber nen guten Ruf aus der Sino-ecke haben. 2 Profs. 1 Chinesin, supergeiler Unterricht. Da kommt echt richtig was rüber. Und einen etwas spezielleren Prof, der aber super die Grammatik rüberbringt. Perfekte Mischung für mich.

Studigebühren sind wir im Moment bei 700 Ocken, Hamburg soll ja aber auch nicht günstiger sein. Mieten sind voll okay. Falls du noch ernstgemeintes Interesse an dem Standort Bochum haben solltest, meld dich einfach, dann schick ich dir mal ne ausfühliche Mail.
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Laogai »

sammakko hat geschrieben:Wenn Du im Sprachkurs schön fleißig bist, kannst Du Dich quasi überall anbieten. ich hab schon Jobs direkt angeboten bekommen, als ich gesagt habe, dass ich chinesisch studiert habe...
Rein aus Interesse, was waren das denn für Jobs, die dir angeboten wurden? Und was machst du jetzt, da du mit dem Studium fertig bist?

PS: Was sagt ein arbeitsloser Sinologe zu einem Sinologen mit Job? "Eine Pommes mit Majo, bitte!" :wink:
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sammakko
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von sammakko »

Das waren meistens Jobs von den Eltern meiner Klavierschüler. Einer war im Modegeschäft und meinte, er will nach China expandieren, ein anderer meinte, er braucht nen Vermittler (das war einer mit irgendwelchen Maschinen, frag mich nicht) in China. Die meinten beide, ich kann direkt bei Ihnen anfangen. Na gut, ich weiß nicht, wie ernst gemeint das war, es war noch vor der Wirtschaftskrise, aber es hat mich schon überrascht.
Außerdem habe ich, als ich angefangen habe, Sino zu studieren, immer nur zu hören bekommen "so ein Quatsch", "Orchideenfach" etc. Und heutzutage höre ich nur noch "warum hast Du denn das aufgehört, das Fach hat doch die Riesenzukunft", und bla....

Äh ja, da oben stehts schon: ich hab alles geschmissen und stattdessen Komposition studiert und bin jetzt freischaffende Musikerin mit Bald-Diplom :wink:

***************************************************
Ach, Bochum soll gut sein, ich erinnere mich.
Bonn soll schlecht sein. Da war ich einmal, um was auszuleihen (was die angeblich nicht verschicken konnten, schon seltsam genug) und wurde ganz eigenartig von der Seite angemacht.

Berlin ist wohl auch ganz lustig. Ich wohne zur zeit in Berlin und hab mir mal angeguckt, was da so angeboten wird bei den Sinos. Leider hab ich keine Zeit, mich mal in ne Vorlesung zu setzen.

Studieren in Berlin kostet zumindest keine Studiengebühren.
Aber was ich weiß müssen die in Hamburg auch nicht so direkt bezahlt werden. Die Uni muss Dir das vorstrecken, und Du musst es erst zurückzahlen, wenn Du genug verdienst. Zumindest war das kurzfristig mal so angedacht.
andy

Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von andy »

Und heutzutage höre ich nur noch "warum hast Du denn das aufgehört, das Fach hat doch die Riesenzukunft", und bla....
Was für eine "Riesenzukunft" soll das denn haben? Das sagen die Leute doch wirklich nur, weil überall in den Zeitungen steht das China das "Land der Zukunft" sei und uns alle überholen wird.
Zwar steigt China Wirtschaftlich auf, das heißt aber nicht das Sinologen da eine übergeordnete Rolle spielen würden. Die gefragten Internationalen Arbeitskräfte in China kommen doch eher aus dem Bereich Ingenieurwesen, Informatik, Medizin und Lehrkräfte.
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Laogai »

sammakko hat geschrieben:Äh ja, da oben stehts schon: ich hab alles geschmissen und stattdessen Komposition studiert und bin jetzt freischaffende Musikerin mit Bald-Diplom
Dann war also dein Posting weiter oben reine Ironie (oder Sarkasmus?) und Luan ist voll darauf reingefallen :( :( :(

Na vielen Dank für deine Hilfe...
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von Linnea »

Gut, schlecht, der Ruf der Uni... all das ist unheimlich schwierig zu beurteilen. Die vor Ort Studierenden haben meist wenig Vergleichsmöglichkeiten und ein guter Ruf hängt einer Uni noch relativ lange nach, auch wenn sich vieles verändert haben sollte. Professoren mit tollen Forschungsresultaten bringen dem Studierenden wenig, wenn sie diese nicht vermitteln können und die Lehre nur als Last empfinden. Sprachkursdozenten, die unfähig sind die Grammatik ihrer Muttersprache zu erklären - ja, soll's geben - ebenfalls.

Noch ein Nachtrag zu Leiden: ich würde mir das wirklich mal ansehen, die Abteilung ist ziemlich groß und genießt - da sind wir wieder - ebenfalls einen guten Ruf. Ok, vor Niederländisch sollte man nicht zurückschrecken.... (das ist aber für einen deutschen Muttersprachler auch nicht gerade der Weltuntergang :wink: )
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Re: Erfahrungen zum Studium der Sinologie

Beitrag von domasla »

Zukunftschancen? - Das Beschäftigen mit China-Themen kann schon für einen guten Hintergrund sorgen. Aber mit der Sprache alleine ist noch nichts gewonnen. Man braucht einen Bezug zum jeweiligen Thema: Technische Zusammenhänge, relevanter Markt, Vertragsrecht, Machbarkeit, die neueste Entwicklung... Auch der Fachwortschatz sorgt nicht automatisch für mehr Verständnis.

D., der in der anderen Richtung immer prima studierte Sprache an deutsche Verhältnisse anpassen muss.
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