Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

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Taiyang
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von Taiyang »

happyfuture hat geschrieben: In China zu leben ist nochmals grundverschieden zu all dem, was ich aus der "westlichen" Welt kenne. Der Umgang mit Chinesen, beruflich als auch privat hat mich persönlich viel Zeit des Lernens und Verstehens gekostet. Vielleicht ist dies zu umgehen, indem das Leben in einer Deutschen Exklave = "Expat-Town" stattfindet. Da habe ich keine Ahnung von. :roll:
Dann kannst du aber auch gleich in Deutschland bleiben.
Mir kommt es zwar auch so vor, dass die meisten (nicht nur deutschen) Ausländer hier lieber unter sich bleiben, anstatt sich in die Gesellschaft zu werfen ("integrieren" lasse ich hier mal ungesagt), vor allem, weil auch selten Ausländer inmitten von Chinesen arbeiten. Eher sind es dann ausländische Firmen oder Joint-Ventures.

Ich denke mal, im Fall von China: entweder Exklave und fettes Geld, oder einfacheres Leben und weniger Geld, aber dafür mehr Spaß. Es soll ja auch Menschen geben, die tatsächlich für Spaß und Lebensfreude arbeiten, und nicht um sich ein fettes Auto und ein riesen Haus zu kaufen.
(mit anderen Worten, mir gefällt meine Situation hier... obwohl ich in Deutschland wahrscheinlich doppelt so viel verdienen könnte, aber da hätte ich niemals so viel Freude an der Arbeit wie hier, inmitten von meinen 60 Chinesen, öfteren aneinander-vorbei-reden und allerlei kulturellen Differenzen :mrgreen: )
Und wenn Minuteman das so ähnlich sieht, ist doch gut. (Aber nach wie vor gilt: wirklich erstmal hinkommen und kucken wie man mit der ganzen Kultur und Gesellschaft klar kommt)

Allerdings, wer für Rente und Familie sparen will bzw. das Frau und Kind mit Haus und Hund als Lebensziel ansieht, der muss schon ein bisschen suchen, um hier einen Job zu finden, der ein Gehalt nach deutschem Standard bringt -um damit Versicherungen, Rente und Bausparen (nur als Beispiel!) zu finanzieren.
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happyfuture
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von happyfuture »

Taiyang hat geschrieben:Allerdings, wer für Rente und Familie sparen will bzw. das Frau und Kind mit Haus und Hund als Lebensziel ansieht, der muss schon ein bisschen suchen, um hier einen Job zu finden, der ein Gehalt nach deutschem Standard bringt -um damit Versicherungen, Rente und Bausparen (nur als Beispiel!) zu finanzieren.
Ist zwar ein anderes Thema ...

Bausparkassen-Geldvernichtung ist möglich Dank Deutschem Know How in China! :evil:

Versuche mal einem Amerikaner einen Bausparvertrag zu erklären ... :wink:
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Taiyang
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von Taiyang »

happyfuture hat geschrieben: Versuche mal einem Amerikaner einen Bausparvertrag zu erklären ... :wink:
Erklär mir das gleich mit!
Ich habe das nur angebracht, weil ich an etwas typisch deutsches gedacht habe :D .... aber so richtig erschließt sich mir der Sinn eines Bausparvertrages auch nicht :roll: (das schöne Geld!)
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happyfuture
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von happyfuture »

Taiyang hat geschrieben:
happyfuture hat geschrieben: Versuche mal einem Amerikaner einen Bausparvertrag zu erklären ... :wink:
Erklär mir das gleich mit!
Ich habe das nur angebracht, weil ich an etwas typisch deutsches gedacht habe :D .... aber so richtig erschließt sich mir der Sinn eines Bausparvertrages auch nicht :roll: (das schöne Geld!)
Denke, für diese Art "Aufklärung" gibt es hinreichend andere Foren ...

... jedoch kommt mir der Gedanke, dass sich minuteman bei der führenden Deutschen Bausparkasse bewirbt, die jetzt seit mehreren Jahren mehr oder weniger erfolgreich in China ihr "Unwesen" treibt.

Natürlich wollen Sie nur das Beste: DEIN GELD! :lol: :lol: :lol:
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XiuMei
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von XiuMei »

Hallo minuteman!

Mein Tipp: wenn du "einen Fuß in die Tür" kriegen möchtest, mach ein Praktikum! Ich kenne inzwischen viele Deutsche, die mit (oder ohne) irgendeinem Abschluß nach China gekommen sind, ein halbes Jahr Praktikum gemacht haben und dann übernommen wurden.

Oft werden Praktika mit 2000-3000 RMB vergütet, evtl. gibts sogar noch eine Wohnung dazu. Das mußt du halt vorher abklären.

Ich wünsch dir viel Erfolg & ganz viel Spaß am ECCS! ;)
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von happyfuture »

XiuMei hat geschrieben:Hallo minuteman!

Mein Tipp: wenn du "einen Fuß in die Tür" kriegen möchtest, mach ein Praktikum! Ich kenne inzwischen viele Deutsche, die mit (oder ohne) irgendeinem Abschluß nach China gekommen sind, ein halbes Jahr Praktikum gemacht haben und dann übernommen wurden.

Oft werden Praktika mit 2000-3000 RMB vergütet, evtl. gibts sogar noch eine Wohnung dazu. Das mußt du halt vorher abklären.

Ich wünsch dir viel Erfolg & ganz viel Spaß am ECCS! ;)
Sehr guter Beitrag nebst Wünschen ...

nur das unser "minuteman" seit dem 09.02. nicht mehr online war!
Ein echter "minuteman" :P
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minuteman
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von minuteman »

Danke für die Tipps, ich lese schon noch mit ;-)

Mit dem Praktikum ist vermutlich eine gute Idee, werde da mal eroieren.

@xiumei: Kennst du das ECCS?

LG
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XiuMei
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von XiuMei »

minuteman hat geschrieben:@xiumei: Kennst du das ECCS?
Ja, ich hab das auch schon mitgemacht. :D
madmax
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von madmax »

Ist schon wieder etwas veraltet dieses Thema, aber ich hätte da noch einen "Einwand". Habe selbst drei Jahre (Auslandsstudium + Praktika) in China verbracht. Wollte nun auch versuchen eine Festanstellung in China zu bekommen. Aber ist es nicht so, dass laut chinesischem Recht, Ausländer in China erst einen fixen Job annehmen dürfen, wenn sie mindestens 2 Jahre Arbeitserfahrung vorweisen können? Und dabei spricht man von Arbeitserfahrung nach dem höchsten Ausbildungsabschluss. In meinem Fall werden mir also nicht mal die Praktikumserfahrungen angerechnet, da ich erst in einem Monat mein Studium beenden werde.
Soweit mein Informationsstand, bürge natürlich nicht dafür. ^^
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von no1gizmo »

Hallo Madmax,

nein das stimmt nicht. Du benötigst nur einen Hochschulabschluss und einen Arbeitgeber, ohne Hochschulabschluss gibt es aber die Regel mit der Berufserfahrung.

In Japan ist es auch übrigens so, dass du entweder einen Hochschulabschluss ODER 10 Jahre einschlägige Berufserfahrung benötigst. In China ist das ähnlich, aber zum Teil noch lockerer.
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von madmax »

Hallo,
danke mal für deinen Hinweis!

Aber bist du dir da sicher? Also in dem Unternehmen, indem ich mein letztes Praktikum machte, gab es ein paar Festangestellte mit denen ich darüber sprach und die haben schon alle von dieser Regelung erzählt. (Bei einem musste sogar der Bruder, seines Zeichens selbst Unternehmer, eine Arbeitsbestätigung ausstellen). Ich bin zwar jezt im Nachhinein draufgekommen, dass es theoretisch sogar möglich wäre, dass der eine oder andere gar keinen Hochschulabschluss hatte, ist aber eher unwahrscheinlich. Vor allem die Leute, die dort im Controlling gearbeitet haben. Kann mir eigentlich nicht vorstellen, dass man in solch einer Abteilung (innerhalb eines multinationalen Konzern) ohne Uni-Abschluss hineinkommt. Und mit ein paar von denen hatte ich ja auch über dieses Thema gesprochen.

Also generell wären das ja super News von dir, aber ich hege ehrlich gesagt noch sehr starke Zweifel. Aber ich werd mich da jetzt nochmal genauer erkundigen (denn ich hatte ja eigentlich schon abgeschlossen mit dem Thema, zumindest für die nahe Zukunft). Wenn ich irgendwelche neuen Infos habe, werde ich mich hier natürlich wieder melden.
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von no1gizmo »

Aktuell nachgeforscht habe ich nicht, ich habe jetzt noch mal kurz google angeworfen und bin auch auf keine Änderungen oder neue Horrorberichte gestoßen (allerdings habe ich nur sehr kurz gesucht).

Vielleicht hat sich ja kurzfristig etwas geändert, allerdings kannst du einfach mal bei der chin. Botschaft anrufen und nachfragen? (okay, die chinesische Botschaft geht nie ans Telefon.... bleib halt hartnäckig!)
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von annalena »

Die Regelung, nach der man 2 Jahre Berufserfahrung nach dem Abscluss vorweisen muss, wurde, glaube ich, Anfang 2008 eingefuehrt, ich weiss aber genau, dass sie nach wie vor gilt. Gehört habe ich, dass die chin. Behörden jetzt strenger prüfen.

a
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von madmax »

Hallo!
Danke für eure Infos. Hab mich jetzt auch nochmal selbst erkundigt. Habe einen Bekannten, der in der HR-Abteilung eines internationalen Unternehmens in China arbeitet. (Fragt mich jetzt bitte nicht, warum ich dann meine Frage noch hier ins Forum stelle. Manchmal sieht man den Wald vor lauter Bäumen nicht … -_-“ ).
Jedenfalls wird die Zwei Jahre Regelung tatsächlich sehr streng ausgelegt. In Ausnahmefällen kann ev. der Boss im Unternehmen behilflich sein (das ist aber oft mit diversen Zuwendungen an die zuständigen Behörden verbunden …).
Fast schon witzig find ich die Anmerkung bezüglich Anruf bei Chinesischer Botschaft. Ich komme nämlich nicht aus Deutschland, sondern aus eurem kleinen exotischen Nachbarland im Süden, aber auch hier werden Anrufe bei der Botschaft anscheinend aus Prinzip nicht beantwortet. ^^
Danke nochmal euch beiden.
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Re: Jobsuche in Peking, bin ich zu naiv?

Beitrag von Aremonus »

Naja, mir wurde einfach mein Gymnasiumsabschluss als Hochschulabschluss ausgelegt, so konnte ich meinen Job als Übersetzer für die chinesische Propaganda (gibts da auch ein weniger negativ belastetes Wort?) bekommen. Arbeitserfahrung hatte ich aber keine oder nur ein paar Wochen und brauchte ich auch keine...
Ob das also wirklich immer so streng überprüft wird, wage ich zu bezweifeln.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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