neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

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ingo_001
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von ingo_001 »

jjflash hat geschrieben:Zu der Frage, ob der Mensch ein Tier ist oder nicht, würde ich sagen, dass die religiös (zumindest christlich) motivierte Unterscheidung wohl v. a. darauf beruht, dass Tiere nicht die nötige Einsicht haben, Gut und Böse zunterscheiden, der Mensch dagegen schon ...
Tiere brauchen diese Einsicht gar nicht zu haben, weil sie schlicht nicht böse oder gut handeln.
Der Mensch hat diese Einsicht - handelt dieser aber oft genug zuwider.
Extrembeispiel: Krieg = Rivierkampf = tierisches Verhalten.
jjflash hat geschrieben:der Unterschied also wohl eher wegen eines unterschiedlichen Intelligenzniveaus von Mensch und Tier gemacht wird.
Dann kanns (dies bezüglich) mit der Intelligenz nicht allzu weit her sein, wenn Du damit humanitäres Handeln meinst.
jjflash hat geschrieben:In meinen Augen würde sich hier aber nicht ändern, wenn der Mensch auch zum Oberbegriff "Tiere" gezählt würde, denn dann wäre der Mensch eben als das intelligenteste Tier von Gott privilegiert.
Deshalb aber nicht de facto besser oder hervor gehoben - s.o.
jjflash hat geschrieben:Andererseits ist aber auch zu sagen, dass kein höherentwickeltes Lebewesen eine so rasante kulturelle Entwicklung durchgemacht hat wie der Mensch, der sich vom instinktgesteuerten zu einem rational denkenden, vergeistigten Wesen weiterentwickelt hat.
Kriegerisches Verhalten gegenüber seiner eigenen Art hat nichts mit kultureller Entwicklung zu tun - vielmehr ist es instinktives Verhalten, welches dank der High Tec zur Perfektionierung der Kriegsführung geführt hat.
Sagt Dir der Spruch Der Krieg ist der Vater aller Dinge was?
Sorry - aber die Menschen sind nach wie vor in wesentlichen Verhaltensmustern instingktgesteuerter, als sie es wahrhaben wollen.
Die Evolution von mehreren Mio. Jahren lässt sich nicht durch einige tausend Jahre Philosophie und Religion abschütteln.
Wie ich schon mal schrieb: Da ist noch ein weiter Weg zu gehen.
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
aquadraht
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von aquadraht »

Sorry, Ingo, aber Deine Ableitung des Krieges aus dem Revierverhalten ist mit Verlaub Blödsinn.
Bei den Primaten, also Schimpansen, Gorillas, Bonobos etc. gibt es kein Analogon zu menschlichen Kriegen. Man kann das Verhalten mancher Ameisen- und Termitenpopulationen mit vielen Verrenkungen mit den menschlichen Kriegen vergleichen, aber diese Vergleiche hinken so, dass sie eher Rollstühle brauchen als Krücken.

Menschliche Kriege haben mit den Produktionsweisen der Menschen und den daraus folgenden gesellschaftlichen Organisationsformen zu tun, nicht mit irgendwelchen Revieren oder Instinkten. Wo soll das "Revier" der Römer gewesen sein, oder das der Hunnen oder Mongolen? Welche Reviere suchten die Spanier in Südamerika, und wieso mussten sie dabei praktisch die gesamte Urbevölkerung ausrotten? Warum hat es keine chinesischen Ausrottungsfeldzüge gegeben, wohl aber spanische, portugiesische, holländische und englische (von einem bestimmten deutschen Vernichtungskrieg noch nicht geredet)?

Man kann die Biologie nicht als Entschuldigung nehmen. Menschen haben Jahrtausende zusammengelebt, ohne sich auszurotten. Und sie haben auch oft die Torheit begangen, aufeinander loszugehen. Der menschliche Verstand ist zu Toleranz und Güte fähig wie zu Fanatismus und Irrsinn. Man sollte sich da nicht auf erfundene Naturgesetze rausreden.

Gruss, a^2
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Laogai
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Laogai »

aquadraht hat geschrieben:Warum hat es keine chinesischen Ausrottungsfeldzüge gegeben, wohl aber spanische, portugiesische, holländische und englische (von einem bestimmten deutschen Vernichtungskrieg noch nicht geredet)?
Das ist das Niveau der Bild-Zeitung auf Links.

"Ausrottungsfeldzüge" gab es weder bei den Spaniern, noch bei den Portugiesen, Holländern oder Engländern.
Bei "den Chinesen" hießen die auch nicht so. Die Expansion der Han hat "gnädiger Weise" ein paar hundert Jahre eher stattgefunden.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von aquadraht »

laogai hat geschrieben:
aquadraht hat geschrieben:Warum hat es keine chinesischen Ausrottungsfeldzüge gegeben, wohl aber spanische, portugiesische, holländische und englische (von einem bestimmten deutschen Vernichtungskrieg noch nicht geredet)?
Das ist das Niveau der Bild-Zeitung auf Links.
Das ist Beweis durch Behauptung. Anders gesagt, billige Polemik.
"Ausrottungsfeldzüge" gab es weder bei den Spaniern, noch bei den Portugiesen, Holländern oder Engländern.
Die Urbevölkerungen der von den genannten Nationen unterworfenen Gebiete wurden um teilweise 95% und mehr reduziert. Zeitgenössische Quellen (z.B. Las Casas) belegen, dass das keineswegs ungeplant oder unbeabsichtigt war.
Bei "den Chinesen" hießen die auch nicht so. Die Expansion der Han hat "gnädiger Weise" ein paar hundert Jahre eher stattgefunden.
Empfehlenswerte Lektüre ist etwa das 90. Kapitel von San Guo Yan Yi, die Vernichtung des Schwarze Lanze Stamms während des Feldzugs gegen die südlichen Man. Die militärisch gebotene und rationale Vernichtung eines ganzen Stammes (der Krieger im Gefecht) wird hier von den Siegern als Verbrechen bezeichnet. Zeig mir bitte ein (1!) zeitgenössisches Beispiel der westlichen Kolonialliteratur, das vergleichbar kritisch mit den eigenen Siegen umgeht.

Man sollte sich Geschichte nicht schönreden.

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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von HK_Yan »

mistervac hat geschrieben:Die uns Westlern "normal" vorkommenden Fleischlieferanten sind meines Wissens allesamt Vegetarier, was man von Hund Katz und Maus nicht behaupten kann.
Schweine sind von Natur aus keine Vegetarier.

PS: Soweit mir bekannt geht es bei dem Gesetz um Animal Cruelty und es ist kein Hundeverzehrverbot. Bei Animal Cruelty gibt es in China bestimmt ein paar Punkte die man noch verbessern kann.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Topas »

Na,

menschliche Produktionsweise = Krieg ?
Auch wenn Ingo mit seiner "Revier"-Aussage nur an der Oberfläche gekratzt hat - so ganz Unrecht hat nicht.

Das Menschen instinktiv - also nach Bacuhgefühl - anstatt nach Sachverstand handelt kommt mehr als häufig vor. Angefangen vom "Nationalsstolz", über sportliche Wettkämpfe mit nur einem Sieger ( der stärkste, schnellste, ect ) und Eifersuchtsdramen in Familien, bis hin zu Taktiktiererei um die Wirtschaft vor der Wissenschaft zu schützen.......alles basiert darauf, dass der Mensch oftmals leiber seinen Gefühlen folgt, anstatt nach Logik.
Weil ansonsten gäb es viele viele Probleme, die vom Menschen hausgemacht sind.
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Aremonus »

Ich check' noch immer nicht, was das Verbot von Hundefleisch bringen soll. Hunde sind ja nicht bedrohte Tierarten und richtig ernährt sind sie auch nicht ungesunder als Schweinefleisch.

M.E. ist das Ungesundeste das Verbot selber, da es ohnehin vielzuviele Verbote gibt.
Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Taiyang »

Aremonus hat geschrieben:Ich check' noch immer nicht, was das Verbot von Hundefleisch bringen soll. Hunde sind ja nicht bedrohte Tierarten und richtig ernährt sind sie auch nicht ungesunder als Schweinefleisch.
Klingt für mich nach "der Westen findet es schrecklich, dass wir Hunde essen, also verbieten wir es, damit die im Westen nicht denken, wir wären Barbaren" ..oder so. :roll:

Auf jeden Fall klingt das für mich nicht nach einer typisch chinesischen Idee.

(Ich finde Hund zwar nicht unbedingt lekker, aber so eine Suppe, ordentlich gewürzt, schmeckt echt gut!)
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Hendrik
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Hendrik »

Es gibt wohl immer wieder diese Berichte über Hundefarmen, in denen Hunde in katastrophalen Bedingunen gehalten werden.

Andererseits möchte ich mal ne durchschnittliche Chinesische Kuh, Hühner oder Schweinefarm sehen. Ob die wirklich so viel besser sind?
.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von aquadraht »

Hendrik hat geschrieben:Es gibt wohl immer wieder diese Berichte über Hundefarmen, in denen Hunde in katastrophalen Bedingunen gehalten werden.

Andererseits möchte ich mal ne durchschnittliche Chinesische Kuh, Hühner oder Schweinefarm sehen. Ob die wirklich so viel besser sind?
Das sehe ich genauso. Es ist zwar begrüssenswert, wenn in China etwas in Sachen Tierschutz passiert, da liegt in der Tat vieles im Argen. Aber man sollte nicht das Kind mit dem Bade oder den Hund mit der Pfanne ausschütten :). Ordentliche Gesetze zur Tierhaltung und Kontrollen, dass sich dran gehalten wird, wären wichtiger.

Mittlerweile gibt es in China auch Tigerfarmen (und auch da lassen die Verhältnisse wohl zu wünschen übrig): http://news.bbc.co.uk/2/hi/asia-pacific/8487122.stm" target="_blank
Nach dem Bericht leben bis zu dreimal soviele Tiger in solchen Farmen wie es weltweit in freier Natur gibt.

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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von incues »

Hendrik hat geschrieben:Es gibt wohl immer wieder diese Berichte über Hundefarmen, in denen Hunde in katastrophalen Bedingunen gehalten werden.

Andererseits möchte ich mal ne durchschnittliche Chinesische Kuh, Hühner oder Schweinefarm sehen. Ob die wirklich so viel besser sind?
...ich möchte das gerne mal in Europa sehen. Eier vom glücklichen Huhn. Ja, wer's glaubt.
Das zivilisierte Europa regt sich gerne auf, vor allem über Dinge, dessen Historik sie nicht teil.
Dennoch herrschen in weiten Teilen Europas ähnliche Zustände. Man nehme allein schon die Stopfleber. buah, das ist keine Artgerechte Haltung.

Vielleicht ist, wie es hier schon angesprochen wurde, die Schlachtung von Tieren in China manchmal ein bisschen rabiater, und die Stallungen dreckig, weil man nicht die nötigen Mittel zur Verfügung hat um ihnen ein 5 Sterne Resort zu bieten, aber ich glaube, man kann ihnen nicht vorwerfen, dass sie nicht fürsorglich mit den Tieren umgehen. ... zu mindestens nicht sorgloser als wir Europäer, und dass die riesen Mastbetriebe eine Ausnahme darstellen ist klar. Aber das ist in keinem Land anders.

Man darf nie vergessen, dass wir im Wohlstand leben, was in vielen Teilen Chinas wphl immer ein Traum bleiben wird. Man kann nicht erwarten, dass sie jeden "westlichen" Standard entsprechen; fraglich, ob man/sie das überhaupt möchte/n. Man kann halt nicht Äpfel mit Birnen vergleichen.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von HK_Yan »

incues hat geschrieben:...ich möchte das gerne mal in Europa sehen.
Ich hab mal ein paar Monate auf einem grossen Hof in DE gearbeitet, und kenne auch andere Höfe. Die Tiere dort hatten durchaus Bewegungsfreiheit und gutes Futter. Das Problem in China ist, das den Tieren dort beides fehlt. Was dabei herauskommt ist dann eine höhere Ausfallrate durch Krankheiten und schlechteres Fleisch durch magelhafte Ernährung.

Das lässt sich nur mit hohen Kosten abstellen. Man sollte auf Tiere umsteigen die einfacher zu halten sind, oder Kühe richtig teurer aufziehen und teuer verkaufen. Wagyu kann sehrwohl auch in China funktionieren. Dann kostet das Kilo Fleisch eben RMB 800 - ein Markt dafür ist in CN auf jeden Fall da.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von incues »

so betrachtet hast du natürlich recht, aber viele leben schon am Existenzminimum. Da kann ich es auch niemanden verübeln, dass er nicht innovativ handeln möchte. Was, wenn er später auf seinen Fleisch sitzen bleibt, weil privat, so wie gewerblich, doch lieber auf das kostengünstigere Fleisch zurückgreift!? Hier fehlt halt der materialistische Einfluss, der sowas subventioniert oder aber dementsprechend verbindliche Verträge mit den Gewerben eingeht.
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von Topas »

Stopfleber etc ist wiederlich.

Was erwartet werden kann, und dass gleichwohl welcher Nation, ist eine Artgerechte Haltung. Und damit ist nicht der Geschmack des Fleisches gemeint, sondern dass die Tiere zumindest in ihrer Lebenszeit ein möglichst natürliches Leben führen können.

Hühnermassenställe gehören genau so wenig dazu, wie Nerz oder Hunderfarmen.

Ein weitere punkt ist die Art der Tötung. Mittlerweile gibt es ganz einfacher Mittel, Tiere schnell und schmerzfrei zu töten. Jedoch - und da kommen wieder zu den bereits oben angesprochenen Grenzen "kultureller Eigenheiten" - meinen viele Menschen, dass lebendige Häutung, lebendiges Kochen, Stopfleber etc zu einem besseren "Geschmack" führen. Und auch wirtschaftlcihe Faktoren kommen hinzu.....es ist "billiger" 20 Hühner in einem 1 Quadratmeter-Käfig zu halten, als Freilandhaltung.

Und wo wir hier schon wieder beim Eigenutz des Menschen sind : Wir müssten das mal mit Krankenhäusern machen....ich meine, 20 Betten pro Zimmer, und Spritzen können - jeweils desinfiziert - auch 50 mal wiederverwendet werden....spart unheimlich Kosten...und auf Dauer sinken die Beiträge.

Aber Nein....da kommt ein Aufschrei, wie unmenschlich dass Ganze denn sei....ach ja, Tiere sind ja keine Menschen, sondern Wesen - sagen wir mal 3 Klasse. Und warum ? Weil sie keine höhere Mathematik können, und keine komplexen Sprachen beherrschen. Und Schweine sind nicht schön, ( wie etwa Papageien ), und auch nicht Wohnungstauglich.


Das erinnert mich jetzt an eine Szene aus den Simpsons. Sass der Homer am Tisch, und heulte um seinen Hummer...während er zugleich mit schmatzen verzerrt wurde.


Worauf ich hinaus will : Menschen sind mitfühlende, logische abwägende und gerechte Wesen. Solange sich dass zu Geld machen lässt.
Und Tiere.....
Topas grüsst recht herzlich WHSAP
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Re: neues Gesetzt zum verbot von Hundeverzehr

Beitrag von incues »

word! Ich glaube der Beitrag hat es absolut auf den Punkt gebracht.
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