Wie seht ihr die Lage
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Das ist doch reichlich ignorantes Gerede. Das, was mit den Kindern geschieht, macht nicht die Regierung oder die kommunistische Partei, sondern die chinesische Gesellschaft. Die Regierung etc. macht vermutlich nicht genug, um dem entgegenzuwirken, hat das Problem wohl auch nur teilweise erkannt .Auch Japaner und Koreaner sehen das weniger eng als Europäer oder Amerikaner. Man sollte einfach sehen, dass Kindheit ein soziokulturelles Konzept ist, das sich auch in Europa erst in den letzten 150-200 Jahren entwickelt hat, und auch nicht ohne Friktionen. Da sollte man nicht so grossmäulig sein.Hendrik hat geschrieben:Die Chinesische Regierung macht alles mit der Brechstange. Damit kann man schon was bewegen, solange der Kollateralschaden kleiner ist als die Vorwärtsbewegung.
Das mag wohl daran liegen, dass sowohl in China, als auch in Japan und Korea man es extrem schwer hat, ohne den entsprechenden Bildungsweg (sprich Bildungseinrichtungen) einen guten Job zu kriegen. In Deutschland kümmert es im Vergleich relativ wenig, ob wer seinen Abschluss an Uni X oder Uni Exzellenz gemacht hat (im Normalfall). Obwohl sich das mittlerweile auch ändert (siehe aktueller Artikel auf Spiegel.de über Früherziehung und Managerkurse für Kleinkinder).aquadraht hat geschrieben: .Auch Japaner und Koreaner sehen das weniger eng als Europäer oder Amerikaner.

Ausserdem kann es hier durchaus noch historische Gruende vorliegen. Das 科举 Beamtenpruefungssystem transportiere jahrtausend lang eine simple Botschaft: "Es zaehlt nicht, was fuer Abstammung Du hast. Wenn Du besser im Lernen bist als die anderen, kommst Du weit." (Mitunter sogar zu den hoechsten Stellen der Machtstruktur). Im Vergleich zu dem damals starren Erbrechten der europ. Adelssysteme stellte dieses system imho eine rudimentaere Transparenz zwischen den gesellschaftlichen Schichten da. Auch nach Abschaffung dieses System ist der Kerngedanke bei den Leuten tief in die Seele verwurzelt. Alle Laender, die frueher das 科举 System angewendet haben (u.a. Japan, Korea, Vietnam), zaehlen heute zu den Laendern mit dem haertesten Konkurenzkampf im Bildungssystem.Taiyang hat geschrieben:Das mag wohl daran liegen, dass sowohl in China, als auch in Japan und Korea man es extrem schwer hat, ohne den entsprechenden Bildungsweg (sprich Bildungseinrichtungen) einen guten Job zu kriegen.aquadraht hat geschrieben: .Auch Japaner und Koreaner sehen das weniger eng als Europäer oder Amerikaner.
Deutschland hat eine breit aufgestellte Mittelschicht (ja, es ist heute immer noch so). Als ich erst herkam, war ich hoch erstaunt drueber, dass hierzulande kaum einer Woerter wie "White-collar, Blue-collar" kennt, Eltern ihre Kinder zu einer "einfachen" Ausbildung statt akademischen Laufbahn ermutigen und ein normaler Bandarbeiter ein Haus und (gar nicht so mickrigen) Wagen sich leisten kann. (Ja, es gibt auch Bandarbeiter, die sowas nicht leisten koennen, will hier an der stelle schon mal die typische deutsche Gemecker vorbeugen.In Deutschland kümmert es im Vergleich relativ wenig, ob wer seinen Abschluss an Uni X oder Uni Exzellenz gemacht hat (im Normalfall). Obwohl sich das mittlerweile auch ändert (siehe aktueller Artikel auf Spiegel.de über Früherziehung und Managerkurse für Kleinkinder).
Ist ja schon voll am Laufen mit der Beschränkung der Master-Plätze und Eigungsprüfungen selbst für Wirtschaftswissenschaften. Aber längst nicht mit Japan, Korea oder China vergleichbar (um bei den genannten Ländern zu bleiben -woanders (Indonesien, zB.) ist es auch nicht anders)devurandom hat geschrieben:Damit wird sicher der Bildungsdruck auch hierzulande steigen.

Gerade die Wiwis muesste man doch weiter einschraenken, schliesslich gibt es seit Jahren viel zu viele davon an den Unis. Es wird nicht einmal von den Lobbyverbaenden Mangel an solcher "Qualifikation" gemeldet, soll wohl schon was heissen.Taiyang hat geschrieben:Ist ja schon voll am Laufen mit der Beschränkung der Master-Plätze und Eigungsprüfungen selbst für Wirtschaftswissenschaften.devurandom hat geschrieben:Damit wird sicher der Bildungsdruck auch hierzulande steigen.



In China geht auch nicht unerheblicher Druck von den Eltern aus. Was übrigens einen nicht unerheblichen Teil der Probleme verursachen dürfte. Die Kinder werden einerseits bis zum Gehtnichtmehr verhätschelt & je älter sie werden, dann uU von ihren Eltern unter immer stärkeren Druck gesetzt, "etwas aus sich zu machen". Sehe ich gerade in der Familie meiner Ex, & da ist das mit dem Verhätscheln noch relativ, da die Mutter 5 Kinder hat (davon 3 Söhne).Taiyang hat geschrieben:Großer Unterschied ist allerdings nachwievor, hier geht der Druck von der Gesellschaft aus, in Deutschland aber speziell von den Eltern (noch...)
Halte ich für ein Gerücht.Topas hat geschrieben:Gerade jedoch Bildung als Gut muss kostenlos und frei sein.
Ich denke doch, daß das in D mit dem BAFöG recht ordentlich geregelt ist.Das heisst jetzt nicht, dass Unis die profs umsonst arbeiten lassen sollen, sondern vielmehr, dass allen unabhängig etwaiger Vorqualifikationen, Mindesteinkommen etc jederzeit Zugang zu dem Wissen haben sollten
Bin einen ähnlichen Weg gegangen & kann sagen, daß es vor ein paar Jahren noch problemlos möglich war. Wie sich das seit HartzIV geändert hat, kann ich nicht sagen. Aber ich schätze mal, man kriegt auch heute noch BAFöG für den Besuch des Abendgymnasiums.Für jemand, der mit 17 jahren noch Flausen im Kopf gehabt hat ( was ganz normal ist in dem alter ) und sich dementsprechend nicht besonders im Abi gemacht hat, oder gar nicht erst diesen machen durfte, der hat es umsoschwieriger, wenn er mit etwa 26 Jahren ( also mit reiferen und zielgerichteteren gedanken ) diesen Weg doch noch beschreiten will.

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