RoyalTramp hat geschrieben: Wir leben jetzt erst seit 1 1/2 Jahren in Shanghai und haben hier keine Freunde oder sonstigen Kontakte und sind von daher weitgehend "unbefleckt". Ja, von daher ist meine Freundin immer noch "landeiig", denn mit dem Übertreten der Stadtgrenze ist aus ihr nicht plötzlich ein völlig anderer, top aufgeklärter, super moderner Mensch geworden.
RoyalTramp hat geschrieben: Wir haben hier in Shanghai außer zu einer Cousine (ihrerseits) und einem fernen Bekannten (meinerseits) sowie meinen (ausländischen & chinesischen) und ihren (rein chinesischen) Arbeitskollegen hier keinen weitergehenden Kontakt zu anderen Leuten (insbesondere Expats), aber dafür umso mehr zu den Leuten, wo wir herkommen. Also über "Kontakte" in China allgemein, kann ich nicht klagen (wenn man nicht-geschäftliche Beziehungen auch als "Kontakte" deklarieren darf).
Was denn nun, keine Kontakte oder doch viele?RoyalTramp hat geschrieben: Ansonsten bietet der Kontakt zu den Studenten und unser beider Arbeitsbeziehungen ausreichend genug Kontakte, um hier den Gepflogenheiten nachspüren zu können.
Nicht-geschaeftliche Kontakte sind auch gueltig
Hmmm, ich war noch in Harbin, Changchun, Baotou, Nanjing, Qingdao, Dalian, Dafeng, Zhangjiagang, Whenzhou, Rui'An, ..... hab leider nicht merh alle im Kopf. Aber, natuerlich nur geschaeftlich. Ok, meine Freizeit habe ich damit verbracht durch die Strassen zu gehen und mir einige Dinge anzuschauen, mal mit Leuten zu reden - war schwer aufgrund meiner geringen Chinesischkenntnisse (die aber immer besser werden) etc. Und in den meisten Staedten bot sich mir ein aehnliches Bild wie in Shanghai - nur eben in klein. Klar, in den gaaaaaaaaanz kleinen Doerfern, da erlebt man noch das echte China. Allerdings wird sich keiner von diesen Expats, die nur ihren Spass wollen, jemals dorthin begeben - in ihrer Freizeit. Und wenn sie dort geschaeflich sind, wissen die Geschaeftspartner mit grosser Wahrscheinlichkeit, wie sie diese Expats zufriedenstellen koennen.RoyalTramp hat geschrieben: Peking...Shanghai...Hongkong...scheint ja nix anderes mehr in China zu geben, außer diesen 3 Megastädten...na dann kein Wunder, wie bei manchen so ein Bild entstehen konnte...
Ich wollte wissen, wie du darauf kommst das die meisten Expats die herkommen vergeben sind?RoyalTramp hat geschrieben:Ich meine mit Beziehung wirklich etwas Langfristiges als nur für ein oder zwei Monate...Auch hier - wie kommst du darauf das die allermeisten Expats keine Beziehung eingehen, weil sie bereits vergeben sind? Auch hier kann ich nur sagen, aus meinem Bekanntenkreis waren die meisten Expats Single. Moeglicherweise hat der Eine oder Andere eine deuutsche Freundin zu Hause gelassen, aber nur wenige waren verheiratet, als sie herkamen.
Vor allem, wenn man bedenkt das du ja keinen Kontakt zu Expats hast - hast du selbst geschrieben.
Also, wenn er der Ausloeser war, ist er schuldig - sonst kann er nicht der Ausloeser sein.RoyalTramp hat geschrieben: Ich habe nie geschrieben, dass der Lehrer "verantwortlich" im Sinne von "schuldig" ist. Kannst du nicht lesen? Schau dir bitte ALLE meine Posts durch. Ich habe schon zwei Posts vorher jemanden diese Arbeit abgenommen und ganz genau zitiert, was ich wann wo wie über den Lehrer geschrieben habe. Aber ich kann euch nicht alles vorkauen und ein wenig selber lesen müsst ihr schon. Er war der Auslöser...war nicht unschuldig...und hat gar als Lehrer eine besondere Schuld auf sich genommen, aber ich habe NIE gesagt, er würde DIE Schuld tragen. Was gibt es daran nicht zu verstehen?
Das er als Lehrer seine Studentinnen nicht anbaggern soll ist klar, habe ich auch geschrieben und das sehe ich als seine Schuld auch an. Aber nicht, dass er der Ausloeser war und damit das Maedchen quasi umgebracht hat. Dafuer kann es viele Gruende geben.
Du selbst hast geschrieben, die Gesellschaft uebt einen enormen Druckk auf die Maedchen aus. Vielleicht sollte man also anfangen, in der Gesellschaft Veraenderungen zu bewirken, bevor man aufgrund von Indizien einen Auslaender verurteilt.
Hier muss mal wieder die Geschaeftwelt herhalten: Im Job machen Chinesen das so, wenn sie einen Auslaender in der Firma haben. Laeuft alles gut - super Chinesen. Laeuft was schief - scheiss Auslaender.
Wenn du dich von mir verarscht fuehlst, misinterpretierst du lediglich meine (sachlichen) Aussagen bzw. ueberliesst einiges.RoyalTramp hat geschrieben: Und deswegen ist deine Einlassung und die der anderen hier für mich ganz persönlich einfach nur eine Verarsche oder aber ihr könnt tatsächlich nicht lesen.
stimmtRoyalTramp hat geschrieben: Hier in China gelten immer noch gesellschaftliche Normen und Regeln, die sich in vielen Dingen kolossal von denen unterscheiden, die wir bei uns im Westen gewohnt sind. Was im Westen als normal oder okay betrachtet wird, wird hier in China eben mitunter noch lange nicht als normal oder okay betrachtet
JainRoyalTramp hat geschrieben: (und man kann einfach nicht hergehen und sagen, die Normen sind scheiße, die Normen sind gut...das wäre Ethnozentrismus pur). Man stößt hier schon sehr früh an gewisse moralischen Grenzen, die bei uns schon lange nicht mehr existieren.
Wenn ich meine eigene Moralvorstellung habe, bin ich sehr wohl in der Lage zu sagen, das finde ich sch...
Auf der anderen Seite: Korruption, Betrug, Sex in der Geschaeftswelt etc. ist Teil chinesischer Kultur. Viele chinesische Aerzte kruemmen auch nur einen Finger, wenn sie nicht vorher Geld kassiert haben. Chinesische Beamte lassen fuer "Hong Baos" gerne fuenfe gerade sein. Fuer 20 RMB werden die km-Staende von Gebrauchtwagen geaendert etc. Muss ich das gut finden, weil ich "Gast" in diesem Land bin? Wenn ja, muesste ich hier meine eigene Moral ueber Bord werfen.
Natuerlich muss ich mich anpassen und einige Dinge sollte man nicht tun - wild rumpoppen gehoert fuer mich zu eben diesen Dingen, aber nicht weil ich mir um die psyche chinesischer Meadels sorgen mache, sondern 1. weil ich verlobt bin und 2. weil ich nur ein Leben habe und ich mir nicht irgendwelche Krankheiten einfangen will. Aber deshalb muss ich als Auslaender nicht besonders vorsichtig im Umgang mit Chinesen sein - unbeachtet dessen, weshalb ich einen/eine kennenlerne. Dann igelt man sich naemlich ein, hat keine Kontakte, verbittert innerlich und schiebt hinterher alles auf die boesen anderen die einem das Leben in China erschwert haben.
Welches Recht hast du anderen vorzuschreiben bzw. von Ihnen zu verlangen, wie sie sich auf ihre Zeit in China vorbereiten sollen? Genauso kannst du von den Chinesen verlangen, sich an uns anzupassen, wenn sie sich mit uns abgeben wollen.RoyalTramp hat geschrieben: Und das sollte jeder wissen, der hier nach China kommt, um hier zu arbeiten, zu leben oder zu studieren. Das verlange ich einfach!


