Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

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RoyalTramp
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

belrain hat geschrieben:Wenn ich das unter deinem Namen richtig lese, lebst du / lebt ihr in Shanghai - "landeiig" in Shanghai?
Wir leben jetzt erst seit 1 1/2 Jahren in Shanghai und haben hier keine Freunde oder sonstigen Kontakte und sind von daher weitgehend "unbefleckt". Ja, von daher ist meine Freundin immer noch "landeiig", denn mit dem Übertreten der Stadtgrenze ist aus ihr nicht plötzlich ein völlig anderer, top aufgeklärter, super moderner Mensch geworden.
Auch hier - wie kommst du darauf das die allermeisten Expats keine Beziehung eingehen, weil sie bereits vergeben sind? Auch hier kann ich nur sagen, aus meinem Bekanntenkreis waren die meisten Expats Single. Moeglicherweise hat der Eine oder Andere eine deuutsche Freundin zu Hause gelassen, aber nur wenige waren verheiratet, als sie herkamen.
Ich meine mit Beziehung wirklich etwas Langfristiges als nur für ein oder zwei Monate...
Genau. Traue nie einer Statistik, die du nicht selbst gefaelscht hast :wink:
Daher: Auf die Verhältnisse kommt es an. ;)
Ich glaube kaum, dass hier jemand versucht dich zu verarschen oder das Thema zu verharmlosen. Allerdings habe ich den Eindruck das du es auch etwas zu sehr mit aufgebauscht hast. Wenn du von Anfang an geschrieben haettest, was du gehoert hast und das du dazu aufrufen moechtest, dass sich alle entsprechend gegenueber den chinesischen Frauen verhalten sollten - ohne die Wertung dass der Lehrer Verantwortlich ist (naja, jetzt nur noch mitverantwortlich) und ohne die Behauptung ein grosser Teil der Expats waere so etc, dann waere das ganze Thema nach drei Posts erledigt gewesen.
Ich habe nie geschrieben, dass der Lehrer "verantwortlich" im Sinne von "schuldig" ist. Kannst du nicht lesen? Schau dir bitte ALLE meine Posts durch. Ich habe schon zwei Posts vorher jemanden diese Arbeit abgenommen und ganz genau zitiert, was ich wann wo wie über den Lehrer geschrieben habe. Aber ich kann euch nicht alles vorkauen und ein wenig selber lesen müsst ihr schon. Er war der Auslöser...war nicht unschuldig...und hat gar als Lehrer eine besondere Schuld auf sich genommen, aber ich habe NIE gesagt, er würde DIE Schuld tragen. Was gibt es daran nicht zu verstehen?

Und deswegen ist deine Einlassung und die der anderen hier für mich ganz persönlich einfach nur eine Verarsche oder aber ihr könnt tatsächlich nicht lesen.

Und nein...das Thema wäre nicht nach 3 Posts durch, denn was hier einige mit ihren Comments an Geisteshaltung in dieser Hinsicht offenbart haben, ist in meinen Augen "brandgefährlich". Man heißt das Spiel mit dem Feuer gut nach dem Motto "Was ist denn schon dabei? Ist doch das Problem der Mädels bzw. der Gesellschaft, wenn sie sich deshalb umbringt." Und das, weil man die Gesellschaft hier nicht versteht, verstehen will und sie immer mit unserer westlichen Wertehaltung vergleicht, um sich damit aus allem hier herauszureden. Ich habe es bereits anderweitig ausgeführt:

Hier in China gelten immer noch gesellschaftliche Normen und Regeln, die sich in vielen Dingen kolossal von denen unterscheiden, die wir bei uns im Westen gewohnt sind. Was im Westen als normal oder okay betrachtet wird, wird hier in China eben mitunter noch lange nicht als normal oder okay betrachtet (und man kann einfach nicht hergehen und sagen, die Normen sind scheiße, die Normen sind gut...das wäre Ethnozentrismus pur). Man stößt hier schon sehr früh an gewisse moralischen Grenzen, die bei uns schon lange nicht mehr existieren. Und das sollte jeder wissen, der hier nach China kommt, um hier zu arbeiten, zu leben oder zu studieren. Das verlange ich einfach! Und diese Forderung richtet sich insbesondere an die von mir und den anderen hier so scharf verurteilten Expats, NICHT an alle Expats, denn die Expats, die noch gescheit im Kopf sind, die werden sich im Vorfeld aus Selbstverantwortlichkeit mit China bereits befasst haben, das unterstelle ich einfach, und von daher im Groben wissen, was hier ein No-Go ist. Nein, es geht mir und anderen hier um eine kleine, aber nicht ganz zu vernachlässigende Gruppe von diesen kleinen miesen Wichtigtuern, die meinen hier ihre Show abfeiern zu können. :evil:
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Ron »

RoyalTramp hat geschrieben:Das verlange ich einfach! Und diese Forderung richtet sich insbesondere an die von mir und den anderen hier so scharf verurteilten Expats, NICHT an alle Expats, denn die Expats, die noch gescheit im Kopf sind, die werden sich im Vorfeld aus Selbstverantwortlichkeit mit China bereits befasst haben, das unterstelle ich einfach, und von daher im Groben wissen, was hier ein No-Go ist. Nein, es geht mir und anderen hier um eine kleine, aber nicht ganz zu vernachlässigende Gruppe von diesen kleinen miesen Wichtigtuern, die meinen hier ihre Show abfeiern zu können. :evil:
Das wirst Du auch nach 20 gleichen Posts hier nicht ändern können, das ist einfach Fakt.
Weit weg von zuhause wird halt auch der kleinste Angestellte zum Manager oder ähnliches
und die Mädels fliegen einem zu, zumindest die Golddigger girls.
Typen die sonst nix vernünftiges mehr abbekommen haben ruck zuck jemand an der Hand,
und daran sind nicht nur die 'bösen' Expats alleine Schuld.
Und wir können noch weitere 20 Seiten darüber diskutieren und und im Kreis drehen.

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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Hendrik »

Ron hat geschrieben: Weit weg von zuhause wird halt auch der kleinste Angestellte zum Manager oder ähnliches
und die Mädels fliegen einem zu, zumindest die Golddigger girls.
Typen die sonst nix vernünftiges mehr abbekommen haben ruck zuck jemand an der Hand,
und daran sind nicht nur die 'bösen' Expats alleine Schuld.
Jemand der Biotechnologie gelernt hat wird sicher nicht als Softwareprojektleiter arbeiten.
Jeder geht dort hin wo er die besten Chancen hat. Wäre ja auch doof anders. In beruflicher Hinsicht haben wir kein Problem es so zu machen, ja man wird sogar gelobt, wenn man seine Karriere gut plant und an sein eigenes Können anpasst.

Wenn man aber dorthin geht wo einem die Mädels gefallen, dann ist man zuhause ein Verlierer?
.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von PAX »

RoyalTramp hat geschrieben:...Das verlange ich einfach!...
Da kannste so viel verlangen wie du willst, aber wer bist du schon, dass sich irgendwer nach dir und deinen Wertevorstellungen zu richten hat? Gott, Buddha, der Papst oder sonst irgendjemand wichtiges der was zu sagen hat? Eher nicht.
RoyalTramp hat geschrieben:Wir leben jetzt erst seit 1 1/2 Jahren in Shanghai und haben hier keine Freunde oder sonstigen Kontakte und sind von daher weitgehend "unbefleckt". Ja, von daher ist meine Freundin immer noch "landeiig", denn mit dem Übertreten der Stadtgrenze ist aus ihr nicht plötzlich ein völlig anderer, top aufgeklärter, super moderner Mensch geworden.
Keine Freude, keine Kontakte, aber dafür behauptest du 900Millionen Land-Chinesen besser verstehen zu können als andere die in China leben und einen buntgemischten Freundes- und Bekanntenkreis haben und wahrscheinlich auch viele kulturellen Eigenarten/Unterschiede inzwischen kennen.

Als Referenz hält immer wieder deine Freundin den Kopf hin oder deine Schüler, die beide wirklich nicht sehr repräsentativ sind. Eine meiner chinesischen Exfreundinnen war z.B. auch ein Landei aus einem 2000 Seelendorf irgendwo in der Nähe der Sibirischen Grenze, war ein ganz braves Mädchen, IT Studentin, Brille, sehr zurückhaltend und verschüchtert, Traditionsbewusst, fleissig und eine verdammt gute Köchin. Aber hat mit deiner wohl nicht wirklich Gemeinsamkeiten und ist auch nicht repräsentativ für die Mehrheit der Frauen. Wir wurden übrigends von ihrer Cousine verkuppelt und ich war der erste Ausländer mit dem sie jemals Kontakt hatte, was Ihre Familie zwar ein wenig störte, aber nach einem kennenlernen und so lange ich sie gut behandel war alles in Butter. Beim Besuch in ihrem Dorf gab es ein großes Trara samt Fest und wahrscheinlich bin ich dort inzwischen in jeden Familienalbum abgebildet. Schade, dass es dann am Großvater gehapert hat, der sie unbedingt mit einem Chinesen aus der Nachbarschaft verheiraten wollte, damit das Familiengeschäft vergrößert werden kann. Soviel zum Thema Freundin/Frau als Referenz für die Mehrheit. Jeder macht da andere Erfahrungen.

Deine Bemühungen in allen Ehren, aber so zurückgezogen wie ihr/du lebt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du/ihr aktiv an den kulturellen Gepflogenheiten des alltäglichen Miteinanders in China teilhabt. Wie auch? Von der Wohnung zur Arbeit, zum Einkauf und zurück in die Wohnung?
Von daher hast du dich in meinen Augen selbst disqualifiziert um bei dieser Diskussion noch wirklich mitreden zu können. Deine Argumente und Beispiele sind zwar teilweise nachzuvollziehen, wenn auch überzogen und schwammig, aber basieren größtenteils auf Hörensagen oder Situationen die sich nicht mit den Erfahrungen der meisten hier decken. Daher können sie nicht a priori für die Mehrheit gelten, genauso wenig wie unsere Erlebnisse. Jeder macht da andere Erfahrungen und es gibt KEIN "das ist so und so in China!"!

Du hast sicherlich mit einigem was du schreibst recht, RT, aber wer so verbittert und unglücklich ob seiner eigenen Situation ist, keine Freunde oder sonstige Kontakte hat (ist ja nicht so, dass man in SH nicht genug Möglichkeiten hätte Chinesen oder Westler kennenzulernen) dazu noch dein übersteigerter Gerechtigkeitssinn in Bezug auf Chinesen, besonders CN-Frauen... ich weiß ja nicht.
Ich glaube du brauchst mal dringend eine Luftveränderung und ein ganz neues Umfeld um mal etwas mehr in der Gesellschaft integriert zu sein. Vielleicht siehst du dann auch einige Dinge anders. Die immer wieder von dir angesprochenen Expats die sich so gehen lassen sind eine verschwindend geringe Minderheit, der wohl keiner hier einen Pokal verleihen würde. Aber selbst davon sind wohl die wenigsten Sextouristen, oder die von dir gefürchteten Sexbestien die es nur auf das eine abgesehen haben. Und diejenigen die so denken, werden zu 99,9% NICHT an die Unschuld vom Lande geraten, weil diese Gruppe von Leuten nicht zum Studium oder Urlaub in die kleinen Dörfer im Landesinneren fahren, sondern in den großen Städten und meist unter ihresgleichen verkehren. Und Sie sind nur seltens gewillt, viel Arbeit in solch eine Beziehung zu investieren, wenn es mit den Stadtmädels, die größtenteils genau wissen was Sache ist viel leichter und schneller geht. Ich habe einige Fälle davon in Beijing an der Uni kennengelernt und keines der Mädels die mit den Jungs dort verkehren war die Reinheit in Person. Selbiges konnte ich in ner Sprachschule in HK und Shanghai beobachten.

Die Fälle in denen es wirklich zu solch extremen Situationen kommt (Selbstmord, ect.) sind so gut wie statistisch Unbedeutend. Es tut mir ja leid um die Mädels, aber das hätte wirklich genauso gut mit einem chinesischen Lehrer passieren können. Und da es hier ja um Vorurteile über Ausländer geht und nicht um Vorurteile gegen Lehrer die ihre Schutzbefohlenheit überschreiten, sehe ich keinen Sinn weiter über diese Situation zu debattieren. In diesem Falle wäre es auch eher ein Vorurteil gegen Männer im generellen Sinne. (Mit einer weiblichen Lehrerin wäre es sicher anders verlaufen.)

Weiteres Vorurteil: Alle Ausländer kommen generell aus Amerika. Ich musste immer wieder den Damen und Herren der Volksrepublik erklären, dass ich ein Déguoren bin und kein Ami.^^
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Ron »

Hendrik hat geschrieben:Jemand der Biotechnologie gelernt hat wird sicher nicht als Softwareprojektleiter arbeiten.
Jeder geht dort hin wo er die besten Chancen hat. Wäre ja auch doof anders. In beruflicher Hinsicht haben wir kein Problem es so zu machen, ja man wird sogar gelobt, wenn man seine Karriere gut plant und an sein eigenes Können anpasst.
Du hast mich missverstanden, ich meinte nur dass viele Single Männer dort in China ganz schön aufschneiden
was Sie von Beruf sind und was Sie verdienen um den Frauen zu imponieren.
Daher kann ich schon RT verstehen dass ihn das ankotzt was so in China so abgeht mit gewissen Ausländern.
Als ich einmal ner Frau erzählt habe was ich verdiene sagte Sie mir das kann ja nicht sein,
man würde doch in D. mindest. xxxxx verdienen als.....
ne grosse Eigentumswohnung/Haus/Auto hat etc etc.
Hendrik hat geschrieben:Wenn man aber dorthin geht wo einem die Mädels gefallen, dann ist man zuhause ein Verlierer?
Nein so meinte ich das nicht., nur dass man halt in China sehr oft
entsprechende Männer mit seeehr viel jüngeren Frauen sieht als z.B. in Europa.

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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

PAX hat geschrieben:Da kannste so viel verlangen wie du willst, aber wer bist du schon, dass sich irgendwer nach dir und deinen Wertevorstellungen zu richten hat? Gott, Buddha, der Papst oder sonst irgendjemand wichtiges der was zu sagen hat? Eher nicht.
Ich bin jemand der hier ein Benehmen einfordert, welches mit den hiesigen Gepflogenheiten vereinbart werden kann und nicht mehr.
Keine Freude, keine Kontakte, aber dafür behauptest du 900Millionen Land-Chinesen besser verstehen zu können als andere die in China leben und einen buntgemischten Freundes- und Bekanntenkreis haben und wahrscheinlich auch viele kulturellen Eigenarten/Unterschiede inzwischen kennen.
Wir haben hier in Shanghai außer zu einer Cousine (ihrerseits) und einem fernen Bekannten (meinerseits) sowie meinen (ausländischen & chinesischen) und ihren (rein chinesischen) Arbeitskollegen hier keinen weitergehenden Kontakt zu anderen Leuten (insbesondere Expats), aber dafür umso mehr zu den Leuten, wo wir herkommen. Also über "Kontakte" in China allgemein, kann ich nicht klagen (wenn man nicht-geschäftliche Beziehungen auch als "Kontakte" deklarieren darf).
Als Referenz hält immer wieder deine Freundin den Kopf hin oder deine Schüler, die beide wirklich nicht sehr repräsentativ sind. Eine meiner chinesischen Exfreundinnen war z.B. auch ein Landei aus einem 2000 Seelendorf irgendwo in der Nähe der Sibirischen Grenze, war ein ganz braves Mädchen, IT Studentin, Brille, sehr zurückhaltend und verschüchtert, Traditionsbewusst, fleissig und eine verdammt gute Köchin. Aber hat mit deiner wohl nicht wirklich Gemeinsamkeiten und ist auch nicht repräsentativ für die Mehrheit der Frauen. Wir wurden übrigends von ihrer Cousine verkuppelt und ich war der erste Ausländer mit dem sie jemals Kontakt hatte, was Ihre Familie zwar ein wenig störte, aber nach einem kennenlernen und so lange ich sie gut behandel war alles in Butter. Beim Besuch in ihrem Dorf gab es ein großes Trara samt Fest und wahrscheinlich bin ich dort inzwischen in jeden Familienalbum abgebildet. Schade, dass es dann am Großvater gehapert hat, der sie unbedingt mit einem Chinesen aus der Nachbarschaft verheiraten wollte, damit das Familiengeschäft vergrößert werden kann. Soviel zum Thema Freundin/Frau als Referenz für die Mehrheit. Jeder macht da andere Erfahrungen.
Wieso? Deckt sich fast mit der Vita meiner Freundin. Mit dem Unterschied, dass es bei ihren Eltern gehapert hat, ich aber ihre Eltern von meiner Aufrichtigkeit dadurch überzeugen konnte, dass ich meiner Freundin nach Shanghai hinterhergezogen bin und die Sicherheit aufgegeben habe, die ich in Hunan eigentlich gehabt hätte (und nicht, wie es sonst üblich wäre, dass die Frau dem Mann hinterherzieht). Indes, bei dir lag es nicht an der Aufrichtigkeit, warum es nicht geklappt hat, was tragisch ist...Aber daran kann man auch mitunter ein wenig sehen: die "Ehrlichen" unter uns, haben es hier verdammt schwer, sich zu behaupten, während solche Schweine hier durchschneiden wie das warme Messer durch die Butter...und diese sind es dann, die das Stimmungsbild der Chinesen uns "Ehrlichen" gegenüber prägen.
Deine Bemühungen in allen Ehren, aber so zurückgezogen wie ihr/du lebt, kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass du/ihr aktiv an den kulturellen Gepflogenheiten des alltäglichen Miteinanders in China teilhabt. Wie auch? Von der Wohnung zur Arbeit, zum Einkauf und zurück in die Wohnung?
Was verstehst du unter den "Gepflogenheiten"? Disko und Bar? Da hast du Recht, da nehmen wir nicht teil. Ansonsten bietet der Kontakt zu den Studenten und unser beider Arbeitsbeziehungen ausreichend genug Kontakte, um hier den Gepflogenheiten nachspüren zu können. Indes, hast du Recht, wenn du meinst, ich (wir) wären hier nicht so gesellschaftlich eingebunden in Shanghai, wie es z.B. in Hunan der Fall war. Scheitert leider am Geld, dass wir hier in Shanghai da deutlich kürzer treten müssen. In Hunan hingegen wiederum, da war man als Ausländer immer irgendwie mittendrin im Geschehen, selbst wenn man nicht wollte und das dann auch noch zumeist für umsonst. Aber das kennst du ja aus deiner eigenen Erfahrung im Heimatdorf deiner Exfreundin.
Vielleicht siehst du dann auch einige Dinge anders. Die immer wieder von dir angesprochenen Expats die sich so gehen lassen sind eine verschwindend geringe Minderheit, der wohl keiner hier einen Pokal verleihen würde. Aber selbst davon sind wohl die wenigsten Sextouristen, oder die von dir gefürchteten Sexbestien die es nur auf das eine abgesehen haben. Und diejenigen die so denken, werden zu 99,9% NICHT an die Unschuld vom Lande geraten, weil diese Gruppe von Leuten nicht zum Studium oder Urlaub in die kleinen Dörfer im Landesinneren fahren, sondern in den großen Städten und meist unter ihresgleichen verkehren. (Anmerkung meinerseits: In den von mir geschilderten Fällen handelte es sich um Studenten an einer Uni! Man muss nicht erst aufs Land zu fahren, um auf Landeier zu treffen! Sie leben auch noch in den Städten oder sind gerade erst in den Städten angekommen...und Universitäten bzw. Studentinnen sind da bevorzugtes Jagdrevier bei den Leuten)
Da siehst du mal, dass wir so weit gar nicht auseinander sind. Dann verzeih', bin ich wohl nur so ein dämlicher Pechvogel, dass in meinem Umfeld solche Sache wohl "öfters" passieren (und nicht nur mir, denn hier im Thread hatte ein anderer Ähnliches aus seinem Umfeld berichtet). Nochmal: Ich bin weit davon entfernt, dass Geschehene zum Normalfall zu deklarieren, aber die diesbezügliche Gefahr ist hier in China wesentlich größer, als z.B. in Deutschland und das sollte man im Kopf behalten, wenn man meint, hier nach China kommen und hier total unverfänglichen Spaß mit jeder Chinesin haben zu können, der man hier über den Weg läuft!
Und Sie sind nur seltens gewillt, viel Arbeit in solch eine Beziehung zu investieren, wenn es mit den Stadtmädels, die größtenteils genau wissen was Sache ist viel leichter und schneller geht. Ich habe einige Fälle davon in Beijing an der Uni kennengelernt und keines der Mädels die mit den Jungs dort verkehren war die Reinheit in Person. Selbiges konnte ich in ner Sprachschule in HK und Shanghai beobachten.
Peking...Shanghai...Hongkong...scheint ja nix anderes mehr in China zu geben, außer diesen 3 Megastädten...na dann kein Wunder, wie bei manchen so ein Bild entstehen konnte...
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von RoyalTramp »

PAX hat geschrieben:Deine Argumente und Beispiele sind zwar teilweise nachzuvollziehen, wenn auch überzogen und schwammig, aber basieren größtenteils auf Hörensagen oder Situationen die sich nicht mit den Erfahrungen der meisten hier decken.
Und noch so'n Ding, wo einfach nicht richtig mitgelesen wird. Nur weil ich mittlerweile fast der einzige bin, der allgemein noch kontra bezieht, heißt es nicht, dass "die Erfahrung der meisten andere seien". Fange auf Seite 1 nochmal an zu lesen. Es gibt viele Menschen, die ähnliche Erfahrungen wie ich gemacht haben, wenn auch nicht so extreme, und auch aus diesem Grund eher meine Sicht teilen, wenn auch nicht mit ganz solcher Schärfe. Nur sind sie es müde, andauernd gegen diese "Ignoranz" anreden zu müssen...tausend Mal zu wiederholen, dass sie z.B. nur von einer Minderheit der Expats reden, tausend Mal richtigstellen müssen, was sie vorher gesagt haben, weil gewisse Leute einfach nicht richtig lesen oder Einzelaussagen völlig falsch wiedergeben usw...

In dieser Hinsicht zeichne ich mich tatsächlich durch einen gewissen Fanatismus aus, aber ich kann halt nicht nach dem Motto: Ihr habt Recht, ich habe meine Ruhe. ;)
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Ron »

RoyalTramp hat geschrieben:Und noch so'n Ding, wo einfach nicht richtig mitgelesen wird. Nur weil ich mittlerweile fast der einzige bin, der allgemein noch kontra bezieht, heißt es nicht, dass "die Erfahrung der meisten andere seien".
Das stimmt so nicht, hier sind viele, mich eingeschlossen Deiner Meinung über das Benehmen einer wenige
die das ganze Bild der Ausländer versauen. (Gilt auch für hier in Deutschland)
Ich muste früher auch gegen viele Ausländer-Vorurteile bei einer Ex-Freundin mit
viel Überzeugungsarbeit etc. ankämpfen und hab am Schluss den Kampf verloren/aufgegeben.
Da dachte ich gleich wie Du .

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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von PAX »

Ich lese sehr wohl mit, Tramp, aber ich konnte bei den anderen Usern jetzt nicht so eine "Extremsituation" wie in deinem Fall feststellen. Zumal solche Situationen in deinem Umfeld ja kein Einzelfall zu sein scheinen.

Entschuldige wenn ich dir unterstelle, dass du und deine Freundin keinerlei Kontakt habt und wie Einsiedler leben, aber so ließt es sich nunmal aus deinen Beiträgen heraus. Natürlich habt ihr allein durch eure Arbeit schon einen gewissen Kontakt zu anderen Menschen, aber ja ich meinte durchaus auch mal den Besuch einer Bar, Disco, ect. Gerade in solchen Etablissements kann man meiner Meinung nach sehr gut die Veränderungen in der chinesischen Jugendkultur erkennen. Ein Clubbesuch heute ist mit einem in den späten 90'ern gar nicht mehr zu vergleichen. Ich sag nur Table-/Käfigdance mit einem Hauch von Stoff am Körper. (Und das in ner normalen Chinesen-Disco, kein Puff, Triadentreffpunkt oder so)

Ja Peking, Shanghai und HongKong SIND für viele Westler China! Mal ehrlich, wieviele der westlichen Geschäftsleute, Studenten, Touristen, ect. gehen denn woanders hin? Vielleicht 5%?
Diese drei Städte sind nunmal DIE Geschäftszentren der modernen chinesischen Gesellschaft. Was soll ein ein deutscher Bankier der nach China versetzt wird auch in ner Arbeiterstadt wie Jilin oder in einem Dorf an der Westgrenze? Das internationale Geschäftsleben braucht nunmal eine gewisse Infrastruktur und die ist im Osten Chinas eher gegeben als im Westen.

Für Sinologen, Kenner und gut informierte Laien ist China natürlich viel viel mehr als nur Peking, Shanghai, Hongkong. Aber das ist doch überall so. Japan ist gleich Tokio und Kyoto, Deutschland ist Bayern, Australien ist Sydney und das Outback, usw.
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Jack Daniels »

PAX hat geschrieben: aber ja ich meinte durchaus auch mal den Besuch einer Bar, Disco, ect. Gerade in solchen Etablissements kann man meiner Meinung nach sehr gut die Veränderungen in der chinesischen Jugendkultur erkennen. Ein Clubbesuch heute ist mit einem in den späten 90'ern gar nicht mehr zu vergleichen. .
Und da wären wir am Knackpunkt was Leute wie Jurufi, Ingo etc. schon gesagt haben, Ihr kennt wohl nur solche Leute und glaubt die Jugend Chinas wäre so.

Royalstramp Freundin hat gewiss hunderte von Freunden, lebt nicht wie ein Einsiedler, sowie fast jeder Chinese.
Nur gängige Freizeit Beschäftigung und das Treffen von Freunden findet nun mal in China nicht in Diskotheken statt.
Da wird eher am Wochenende Irgendetwas unternommen, sei es Shoppen, Sport Aktivitäten, Besichtigungen von Parks, Wandern ( auch sehr beliebt ! ) etc.
Nämlich in China haben die Jugendlichen noch nicht verlernt, ohne Drogen und laute Musik Spaß zu haben.

Im Gegensatz zu Deutschland besucht der größte Teil der Chinesischen Jugendlichen ( vorallem die, die auch Universitäten im 1 & 2 Level besuchen ) nämlich keine Diskotheken oder Bars, da Sie wissen wenn sie dort hingehen, wird Ihnen das nachgehalten.

Von daher findest du auch keine Veränderungen bei Chinesischen Jugendlichen in der Diskothek, denn Chinesen die dort hingehen sind in Augen von Chinesen sowieso "Schlechte Jugendliche".
Nicht nur bei Eltern und Lehrergenrationen, sondern selbst bei Jugendlichen wird das so gesehen.

Ich bekomme es oft genug zu hören von Jugendlichen, die hier nach Deutschland kommen zum studieren "hey wie ist das eigentlich, meine Freunde wollen auf eine Party, in China war ich noch nie auf einer Party" usw.

Oder auch bei meiner Freundin, oder Ihren Freunden, wenn wir über solche Dinge sprechen wird gesagt "Natürlich war ich noch nie auf einer Party, da gehen nur schlechte Jungs & Mädchen hin".
Das wird auch ganz bewusst so gesagt, da man in China Jugendliche die in Diskotheken gehen gleich den Umgang mit Alkohol und Drogen zuschreibt.

Das Problem ist, das wahrscheinlich auch du Pax, viele hier nach China gehen und garkein wirklichen Kontakt zu "normalen" Chinesen haben.
Da wird dann Wochenende in Bars gegangen, da lernt man als Europäer natürlich viel Abschaum kennen, vielleicht findet man ein paar Leute die man als freundlich empfindet, und dann wird ein Netzwerk aufgebaut von Freunden & Bekannten die sich auch rundum in diesem Etablissement bewegt.
Anschließend kommen solche Schlüsse wie von dir... da man sich Nichts anderes mehr vorstellen kann, wenn man sich nur in solchen Szenen bewegt ist das eben dann deine Welt und so siehst du China.

Ich war noch nie in einer Chinesischen Diskothek, gibts auch keinen Grund zu, meine Chinesischen Freunde, Freundin & Familie besuchen auch keine.
Ich habs mal meiner Freundin vorgeschlagen, wurde aber mit im "Im Leben nicht" abgelehnt...und die ist gewiss keine Einsiedlerin... die wohnt auch in Shanghai und hat echt dutzend Freunde.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von PAX »

Also nur weil du das so empfindest, muss das noch lange nicht so sein Jack Daniels. Mein Bild von China und den Chinesen hat sich nicht in Discotheken, sondern auf den Straßen der Volksrepublik über einen mehrjährigen Zeitraum gebildet. Ich schrieb ja: "... auch mal den Besuch einer Bar..." und nicht: "jedes Wochenende". Da ist ein gewaltiger Unterschied, und diese dauernden Unterstellungen wir/ich würden unsere Freunde und unseren Bekanntenkreis wahrscheinlich nur aus solchen Umgebungen her kennen... ließ erstmal die ganzen Beiträge hier durch. Dort findest du mehr als genug Infos wo hier die User ihre Gesellschaftsumgebung kennengelernt haben.

Und das es einen Unterschied zwischen "guten sittlichen" Chinesen die nur lernen und nie Spaß haben und mal Tanzen gehen und "bösen verwestlichen, trinkenden, Drogenchinesen" die nur Feiern und Drogen im Kopf haben, gibt, halte ich für total an den Haaren herbeigezogen. Ihr tut ja gerade so als ob sich alle Chinesen in Erdlöchern verkriechen um dort zu arbeiten und lernen. Schaut euch doch nur mal die nächstbeste Familienfeier an, was da gesoffen und gefressen wird. Von Sittlichkeit findet sich da nichts, da geht es in mancher Disco gesitteter zu als bei der Familie Wang die einen Geburtstag feiert.

Entweder wohnt ihr wirklich im Dorf, oder wir sprechen von zwei Volksrepubliken in anderen Dimensionen. Es gibt, man soll es kaum glauben, tatsächlich normale Chinesen, die auch mal in eine Disco gehen um ein klein wenig Spaß zu haben, ohne dass gleich ihr Gesicht im CCTV ausgestrahlt wird und sie als Häretiker vogelfrei gesprochen werden.

Ich kann es hier nicht oft genug betonen. Nur weil ihr es als x empfindet, ist es nicht unbedingt überall so. Nur weil eure Freundin etwas so oder so handhabt, ist es nicht unbedingt in ganz China so. Nur weil eure Freundin so und so tickt, gillt das nicht für alle chinesischen Frauen! Nur weil ihr die Erfahrung x gemacht habt, gilt das nicht für andere die vielleicht eher die Erfahrung y erlebt haben!
Es gibt kein "das ist so" in China! Das gibt es nirgendwo! Jeder Erlebt China anders und sieht es anders. Und genauso erlebt jeder Chinese sein tägliches China anders als andere Chinesen. Stopt die Pauschalisierung.

PS: Auch in Deutschland können Jugendliche noch ohne Drogen und laute Musik spaß haben! Wieso denken eigentlich alle tollen Forenhechte inzwischen sie seien besser als heutige Jugendliche? Soviel Arroganz.
Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von Hendrik »

PAX hat geschrieben:..., aber ja ich meinte durchaus auch mal den Besuch einer Bar, Disco, ect. Gerade in solchen Etablissements kann man meiner Meinung nach sehr gut die Veränderungen in der chinesischen Jugendkultur erkennen.
Und das ist noch nicht alles. In solchen Etablissements trifft man Chinesische Entscheidungsträger, Vordenker und Meinungsmacher. Auch wenn manche Leute es nicht wahr haben wollen: Was ein Firmenchef, Politker oder Entertainment Star heute denkt hat hundert mal mehr Einfluß auf das China von morgen, als das was ein Einsiedler denkt.

Ich habe einige Manager verschiedener Verantwortungsstufen getroffen und gesprochen in genau solchen Etablissements. Höhepunkt bisher war der CEO Asien einer führenden Architekturfirma. Unter 50 Stockwerken fässt der nichts selber an. Wenn der was sagt über die Chinesischen Leute, ist das was ganz anderes als wenn Royal Tramp was sagt.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von ingo_001 »

Ron hat geschrieben:
RoyalTramp hat geschrieben:Und noch so'n Ding, wo einfach nicht richtig mitgelesen wird. Nur weil ich mittlerweile fast der einzige bin, der allgemein noch kontra bezieht, heißt es nicht, dass "die Erfahrung der meisten andere seien".
Das stimmt so nicht, hier sind viele, mich eingeschlossen Deiner Meinung über das Benehmen einer wenige
die das ganze Bild der Ausländer versauen. (Gilt auch für hier in Deutschland).
Hat mich da wer gerufen?
Hab im Moment nur nicht die Zeit meinen Standpunkt - in anderen Worten - immer und immer zu wiederholen.
Wenns neue Aspekte gibt, bin ich natürlich wieder aktiv dabei.
Aber selbst der (nicht selbst ernannte) "Forumsgott", hat einen (nein zwei) Chefs ... meine Frau und meine Tochter :mrgreen: :wink:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von NHR »

Jack Daniels hat geschrieben: Das Problem ist, das wahrscheinlich auch du Pax, viele hier nach China gehen und garkein wirklichen Kontakt zu "normalen" Chinesen haben.
Da wird dann Wochenende in Bars gegangen, da lernt man als Europäer natürlich viel Abschaum kennen, vielleicht findet man ein paar Leute die man als freundlich empfindet, und dann wird ein Netzwerk aufgebaut von Freunden & Bekannten die sich auch rundum in diesem Etablissement bewegt.
Anschließend kommen solche Schlüsse wie von dir... da man sich Nichts anderes mehr vorstellen kann, wenn man sich nur in solchen Szenen bewegt ist das eben dann deine Welt und so siehst du China.

Ich war noch nie in einer Chinesischen Diskothek, gibts auch keinen Grund zu, meine Chinesischen Freunde, Freundin & Familie besuchen auch keine.
Ich habs mal meiner Freundin vorgeschlagen, wurde aber mit im "Im Leben nicht" abgelehnt...und die ist gewiss keine Einsiedlerin... die wohnt auch in Shanghai und hat echt dutzend Freunde.
Du warst also noch nie in einer chinesischen Disco, weißt aber ganz genau, dass sich dort natürlich viel Abschaum rumtreibt?

Eventuell solltest Du nicht PAX kritisieren, sondern einfach mal die Augen öffnen.
Diese Vorurteile gegenüber jungen Menschen, die in Clubs gehen, gibts in Taiwan übrigens auch. Entweder unter alten Taiwanern oder unter Ausländern, die mit ihrem Kulturführer bewaffnet alles besser wissen, ohne es jemals selbst erfahren zu haben.
Dass in diesen Clubs sogar Studenten der besten Unis (namely TaiDa, Shida, NCCU) anzutreffen sind, spricht für sich, oder? Es interessiert in der Realität nämlich niemanden.
Aber um zu erfahren, dass die dahin gehen, muss man sie entweder dort treffen und ins Gespräch kommen, oder schon gut mit ihnen befreundet sein.

Es ist zwar offiziell nicht normal und gesellschaftlich offiziell verpönt in Taiwan, aber dass die Clubs immer 2-4 mal die Woche GERAMMELT voll sind, spricht auch für sich.

Aber Shanghai ist da natürlich sicher gaaaanz anders.

Edit: Ich habe auch schon gesehen, wie Westler in Nachtclubs eiskalt abgeblitzt sind (mich eingeschlossen), sogar wie einige von Mädchen weggeschubst wurden.
Einige sagten meinem chin. Freund auch eiskalt, dass sie keine Ausländer mögen.
Dass Alle Mädchen, die das Nachtleben wahrnehmen, auf Ausländer abfahren würden, ist also genauso ein hohles Vorurteil.
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ingo_001
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Re: Mit Vorurteilen umgehen, die Einen evtl. in China begegnen

Beitrag von ingo_001 »

Erstmal: Willkommen in unserem Forum.
Jack Daniels hat geschrieben:Royalstramp Freundin hat gewiss hunderte von Freunden, lebt nicht wie ein Einsiedler, sowie fast jeder Chinese.
Nur gängige Freizeit Beschäftigung und das Treffen von Freunden findet nun mal in China nicht in Diskotheken statt.
Kannst Du so auch nicht sagen.
Man geht zwar mitunter auch in Discos - macht das aber eher dann, wenn mal Besuch aus Europa/USA da ist, um zu zeigen "Das haben wir auch". Sicher gibts auch Jugendliche, die das WE in Discos verbringen, Die sind aber (im Vergleich zu z,B. Deutschland) eher weniger. Für den (noch) weit überwiegenden Teil gilt:
Jack Daniels hat geschrieben:Da wird eher am Wochenende Irgendetwas unternommen, sei es Shoppen, Sport Aktivitäten, Besichtigungen von Parks, Wandern ( auch sehr beliebt ! ) etc.
Das, was für uns die Disco ist - ist für Chinesen das KTV - also ganz "ohne" ist das auch nicht.
Jack Daniels hat geschrieben:Nämlich in China haben die Jugendlichen noch nicht verlernt, ohne Drogen und laute Musik Spaß zu haben.
Für laute Musik reichts schon, wenn man abends mit Freunden in Strassen-Restaurants geht (da ist die Musikbeschallung auch nicht leise) - aber man kann sich trotzdem noch gut unterhalten.
Und wenn man (wie ich) das Glück hat, seine Schwiegerfamilie und viele Freunde in Guangxi beheimatet zu wissen, verbringt man die tropischen Abende lieber draussen, als in Discos :lol:
Aber wers braucht - bitte sehr :mrgreen:
Jack Daniels hat geschrieben:Von daher findest du auch keine Veränderungen bei Chinesischen Jugendlichen in der Diskothek, denn Chinesen die dort hingehen sind in Augen von Chinesen sowieso "Schlechte Jugendliche".
Nicht nur bei Eltern und Lehrergenrationen, sondern selbst bei Jugendlichen wird das so gesehen.
Wenn Du "verwestlichst" mit "schlecht" meinst, gebe ich Dir recht.
Jack Daniels hat geschrieben: [ ... ]
Oder auch bei meiner Freundin, oder Ihren Freunden, wenn wir über solche Dinge sprechen wird gesagt "Natürlich war ich noch nie auf einer Party, da gehen nur schlechte Jungs & Mädchen hin".
Das wird auch ganz bewusst so gesagt, da man in China Jugendliche die in Diskotheken gehen gleich den Umgang mit Alkohol und Drogen zuschreibt.
Womit sie m.E. (was Alkohol und Drogen betrifft) durchaus nicht Unrecht haben.
Meine Frau, die (in vielen Dingen) durchaus "verwestlicht" ist, sieht die Discos hier eher negativ, gerade weil sich mittlerweile der Missbrauch von Alkohol und Drogen dort etabliert hat. Und die Strafen bei Vergehen dieser Art sind nicht dazu angetan den Standpunkt meiner Frau da zu ändern - meinen übrigens auch nicht. Das, was heute in unseren Discos und in deren Umfeld abgeht ... forget it :roll:
Jack Daniels hat geschrieben:Ich war noch nie in einer Chinesischen Diskothek, gibts auch keinen Grund zu, meine Chinesischen Freunde, Freundin & Familie besuchen auch keine.
Hab ich gemacht. Im Vergleich zu hier war die Atmosphäre geradezu ... familier. Es gab keine pöbelnden Idioten - ausser (sorry) einige Ausländer, die meinten, sich dort wie zuhause benehmen zu können :roll:
Und Schlägereien gabs schon gar keine.
Eigentlich eher so, wie ich unsere Discos von vor 15 - 20 Jahren in Erinnerung habe. Nicht, dass es gar keine Schlägereien und Drogenmissbrauch gegeben hätten ... aber das heute hat einfach ne andere "Qualität" und Quantität :roll:
Wer Geist hat, hat sicher auch das rechte Wort, aber wer Worte hat, hat darum noch nicht notwendig Geist.

Die Logik ist Deine Freundin - Wünsch-Dir-Was und Untergangs-Propheten sind falsche Freunde.
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