Buch: Die Chinafalle

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no1gizmo
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Buch: Die Chinafalle

Beitrag von no1gizmo »

Wer hats gelesen? Ich bin im 17. Kapitel und damit fast durch.

in dem Buch stehen viele krasse Geschichten drin, alles von Betrug, Imitation, Lügen usw. auf wirtschaftlicher wie politischer Ebene...

Geschrieben von einem deutschen Korrespondenten/Journalisten, welcher sehr oft in China war und entsprechend viele Kontakte dort hin pflegt.

Das Buch ist sehr aktuell, was man auch beim Lesen merkt.
http://www.amazon.de/Die-China-Falle-Ab ... 3596183146" target="_blank

Ich kann das Buch empfehlen, selbst falls einige Stories nicht oder nur teilweise der Wahrheit entsprechen sollte, da man auf jedenfall wachsamer wird.
Das gilt vor allem für Leute, die für ihren beruflichen Werdegang auch China in Betracht ziehen (so wie ich).
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Laogai
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Laogai »

Danke für den Hinweis, aber hätte das nicht prima zu den Buchtipps gepasst :?: :!: :idea:
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no2gizmo
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von no2gizmo »

laogai hat geschrieben:Danke für den Hinweis, aber hätte das nicht prima zu den Buchtipps gepasst :?: :!: :idea:
Pahhh...! Ich bin im Vergleich zu dir ja auch nen Newbie, dem ist das doch verziehen oder? :mrgreen:

(ich bin no1gizmo, schreibe vom Notebook von Tussi aus)
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Ron
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Ron »

Danke für den Tip, hab das Buch mal bestellt.
(Gibt's für 1 Euro gebraucht bei Amazon)

Ron
Pinyin
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Pinyin »

Hört sich wirklich interessant an - habe ich auch mal bestellt. Habe aber 1,99€ statt 1€ gezahlt. Da hat Ron wohl richtig Glück gehabt ;-)
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sanctus
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von sanctus »

Ist ebenfalls zu mir nach Hause unterwegs...
Zur Zeit verschlinge ich Literatur aus und ueber China regelrecht, und das trotz Zeitmangel.

Danke an no1gizmo!
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aquadraht
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von aquadraht »

Buch bestellt, bekommen, enttäuscht. Ok, die 6.50€ incl. Porto sind kein Grund zum Jammern, man hat schon für schlechtere Qualität mehr Geld weggeworfen. Aber generell: keine Leseempfehlung. Nichts in dem Buch ist neu, aufklärend, oder auch nur interessant.

In China gibt es Industriespionage. Ehrlich? Nur da? Haben die Chinesen Echelon aufgebaut?
In China gibt es Korruption. Sicher. Nur da? JFTR: die Korruption in China, die sich mit dem überkommenen System der Guanxi verflicht, ist ein sehr ernstes gesellschaftliches Problem in China. Da muss etwas passieren. Aber das Buch liefert dazu keinerlei Analyse, bloss Beschimpfung und Anklage von einem rechtskonservativ-"westlichen" Standpunkt aus, mit Mengen peinlicher Merkel-Lobhudelei.

Interessant für mich: Der Herr Korrespondent war 13 Jahre in China und benötigt immer noch Übersetzer. Das sagt aus meiner Sicht alles. Mein Chinesisch ist nach nunmehr 18 Monaten intensivem Selbststudium (ok, vor 23 Jahren habe ich das schon einmal ein Jahr lang probiert und seither ein bisschen versucht, weiter zu betreiben) nicht wirklich perfekt. Aber ich habe das neben einem anstrengenden Job gemacht, der mit Chinesisch nicht das geringste zu tun hat. Immerhin hat das gereicht, mit Chinesen aller Gesellschaftsschichten in Kontakt zu kommen und viel über sie, ihr Leben und ihr Denken zu erfahren, in wenigen Wochen in China, ganz ohne Übersetzer (die Kommunikation verlief oft in einem chaotischen Mischmasch aus Chinesisch, Englisch, Russisch und mitunter sogar Deutsch und intensiver Nutzung von Wörterbüchern und Phrasebooks).

Fast alle der negativen Erfahrungen - mal abgesehen von der Dalai-Lama-Lobhudelei, der schreienden Inkompetenz in chinesischer Geschichte etc. - kann ich nachvollziehen, wenn auch mit einem gewissen so-what-Gefühl. Geschäftsleute sind nirgendwo auf der Welt nett, und Aloys Wobben ist nicht von den Chinesen abgezockt worden, sondern vom US-Echelon.

Korruption ist in China ein riesiges Problem, und ich bin da auch oft ratlos. Allerdings ist Korruption nicht nur in China ein Problem. Mein Empfinden ist, dass bei uns - erfreulicherweise - der eher bürgernahe Verwaltungskorpus weniger korrupt ist, während auf der Ebene Clement, Steinbrück, Merkel etc. Korruption der Normalfall ist. So einen Bimbespremier wie Kohl hatte die VR China nie. Das hilft leider den Chinesen, die mit der Alltagskorruption konfrontiert sind, recht wenig.

Was ich an dem Buch vermisse, ist auch nur ein Minimum an analytischer Leistung. Gewiss gibt es in China Missstände. Mit Sicherheit sollte ein westlicher Investor sich vorsehen, da seine chinesischen Geschäftspartner gerissen und skrupellos sind. Wirklich nur die chinesischen?

In meinen Augen ist das nur eine blöde und frustrierte Polemik. Mässig lesenswert. Ich fand Kaufpreis plus Versand reichlich weggeworfenes Geld.

a^2
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HK_Yan
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von HK_Yan »

aquadraht hat geschrieben:In China gibt es Industriespionage. Ehrlich? Nur da? Haben die Chinesen Echelon aufgebaut?
Sorry, diese Aussage ist nun wirklich total unqualifiziert. In dem Buch geht es über China, ich denke das geht schon aus dem Titel hervor.

Wenn man sich ein Buch über Hamster kauft dann muss man auch davon ausgehen das unausgewogen viel über Hamster schreibt und andere Haustiere darin kaum erwähnt werden. Da darf am man dann nicht überrascht sein das Hunde, Katzen Pferde nicht erwähnt werden. Du hast natürlich Recht dass das sehr einseitig ist. Aber so ist das nun einmal bei Fachthemen.

PS: Wo gibt es denn das Buch für 6,50 inkl. Porto? War das gebraucht?
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RoyalTramp
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von RoyalTramp »

Naja...aber ärgerlich ist es schon, dass mit solchen Büchern halt Geld verdient und Vorurteile nicht abgebaut, sondern - im Gegenteil - noch zusätzlich geschürt werden! Das ist der "Völkerverständigung" mal echt abträglich. Was mich wiederum sehr fasziniert ist ja, dass man solche "kritischen analytischen" Werke über China im Westen fast schon massenhaft kaufen kann...gibt es überhaupt mal irgendein Jahr, in dem man nicht versucht, sich mit Hilfe einer populärwissenschaftlichen Publikation China zu nähern...äh...zu entfernen? Ich wüsste nicht, dass es in China ähnliche Bücher über den moralisch total dekadenten und missratenen Westen gäbe und wenn, dann nicht in solcher geballten Masse. Von daher sehe ich es so: Es gilt immer noch den "alten" Klassenfeind zu bekämpfen. Aufrichtigkeit und Ehrlichkeit, gar analytischer Verstand sind dabei nicht gefragt, da sehr abträglich, da man sonst ja auch im Sinne eines objektiven wissenschaftlichen "approaches" anerkennen müsste, was China in den letzten Jahren z.B. erreicht hat. Aber diese Objektivität braucht es ja gottseidank im BILD-Journalismus nicht...

P.S.: Was übrigens die Korruption betrifft, weiß ich manchmal nicht, ob sie nicht auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt (in China). Es handelt sich hierbei um eine kulturell historisch gewachsene Praxis (siehe z.B. auch Maria Khayutina: "Host-Guest Opposition as a Model of Geo-Political Relations in Pre-Imperial China", wo diese Theorie auch zaghaft andiskutiert wird). Sprich: Ich persönlich habe ein wenig die Befürchtungen, dass - ganz übertrieben - die ganze chinesische Gesellschaft zerfallen würde, wenn man von heute auf morgen diesen Usus der "Korruption" einstellen würde. Von daher: "Toll ist sie nicht, aber gut das es sie gibt..." Wie würdet ihr das sehen?
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Guangzhou »

RoyalTramp hat geschrieben:P.S.: Was übrigens die Korruption betrifft, weiß ich manchmal nicht, ob sie nicht auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt (in China). Es handelt sich hierbei um eine kulturell historisch gewachsene Praxis (siehe z.B. auch Maria Khayutina: "Host-Guest Opposition as a Model of Geo-Political Relations in Pre-Imperial China", wo diese Theorie auch zaghaft andiskutiert wird). Sprich: Ich persönlich habe ein wenig die Befürchtungen, dass - ganz übertrieben - die ganze chinesische Gesellschaft zerfallen würde, wenn man von heute auf morgen diesen Usus der "Korruption" einstellen würde. Von daher: "Toll ist sie nicht, aber gut das es sie gibt..." Wie würdet ihr das sehen?
Ich sehe das aehnlich, man darf in China nicht mit westlichem Verstaendnis versuchen etwas aufzubauen, das muss fast zwangslaeufig in die Hose gehen.
Ab einer bestimmten Groesse geht es ohne "Kontakte" nicht. Aber nach allem was ich bisher so erlebt/gehoert habe halten sich die Gelder noch im Rahmen, wenn ich daran denke was vor einigen Jahren noch an Weihnachtsgeschenken in D ueblich war haelt sich das glaube ich ziemlich die Waage. Da hat man halt allen "befreundeten" Unternehmen eine Kiste Bordeaux und 100 Kalender geschickt, in China beglueckt man halt nur die die einem direkt weiterhelfen koennen und in der Summe wird das auf das gleiche hinauskommen.
Und noch ganz davon abzusehen, dass es Korruption natuerlich auch in D gibt.

Gruss
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Bernhard »

Ich habe mich anfangs auch sehr gewundert, was in Deutschland an Lieferant-Kunden-Beziehungen alles "läuft". Als unbedarftem Student Uni-Absolventen kommt das auch sehr abenteuerlich vor. Und wenn es dort so ist, dann dürfte der politische Bereich auch kaum "sauber" sein.

Jedoch ist bei uns die "zivile" Verwaltung für den einfachen Bürger wenig von Korruption belastet, wie hier schon mal angeklungen ist. Und das dürfte in China anders sein...
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RoyalTramp
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von RoyalTramp »

Naja...sagen wir mal so: Die beiden Systeme sind sich schon ähnlich. Unterschied: In China muss von unten nach oben "beschmiert" werden, in Deutschland ist es umgekehrt, da wird von oben nach unten "beschmiert". ;)
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von no1gizmo »

RoyalTramp hat geschrieben: P.S.: Was übrigens die Korruption betrifft, weiß ich manchmal nicht, ob sie nicht auch eine wichtige gesellschaftliche Funktion erfüllt (in China). Es handelt sich hierbei um eine kulturell historisch gewachsene Praxis (siehe z.B. auch Maria Khayutina: "Host-Guest Opposition as a Model of Geo-Political Relations in Pre-Imperial China", wo diese Theorie auch zaghaft andiskutiert wird). Sprich: Ich persönlich habe ein wenig die Befürchtungen, dass - ganz übertrieben - die ganze chinesische Gesellschaft zerfallen würde, wenn man von heute auf morgen diesen Usus der "Korruption" einstellen würde. Von daher: "Toll ist sie nicht, aber gut das es sie gibt..." Wie würdet ihr das sehen?
Halte ich für Quatsch. Die Korruption hilft nur den Reichen, für die Mehrzahl der Chinesen ist sie schädlich, unterdrückend und auch insgesamt innovationsschädlich. Würde alles weitgehend nach Regeln ablaufen, auf die sich jeder verlassen kann, würde nicht nur die Selbstdisziplin unter den Chinesen steigen (weil es sich dann lohnt, die Erfolge berechenbar wären) und zweitens würden dann auch die Wege für bisher weniger (vor allem wirtschaftlich) erfolgreicher Bürger frei werden.

Mit solch hoher Korruption in Deutschland wäre es äußerst fraglich, ob wir den starken Mittelstand (welcher sehr viel Innovation leistet, die wir im Ausland [auch und vor allem an China] verkaufen) in Deutschland hätten.

Japan ist auch eine Gesellschaft, welche eine der chinesischen Denkweise (ja wirklich, Japaner arbeiten auch über ihre Beziehungen, fürchten auch einen Gesichtsverlust usw.) entsprechenden Denke zum Hintergrund hat und funktioniert auch wunderbar ohne auffällig hohe Korruption.

Es ist nunmal aber leider so, dass chinesische Rückständigkeit dann mit "5000 jähriger Kultur", die wir ja niemals verstehen würden, gerechtfertigt wird. Und wenn ein Chinese solche Argumente aufsetzt, dann ist er ein "Verräter an den Westen".

Tolle Wurst.
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Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von Pinyin »

Aus ökonomischer Sicht verhindert Korruption den effektiven wirtschaftlichen Handel und bei bestem Willen kann ich keine Gründe und Belege finden warum die Korruption der chinesischen Gesellschaft nützlich sein sollte.
Das einige hier so tun als ob Korruption im politischen Alltagsgeschäft in Deutschland an der Tagesordnung wäre, ist genauso populistisch wie die These in dem Buch, dass alle chinesischen StudentInnen nur an der Spionage interessiert seien. Sicher wird es auch in Deutschland Korruption an einzelnen Stellen geben aber ich bin der festen Überzeugung, dass der prozentuale Anteil sehr gering ist. Die Kiste Wein die ein Händler an einen guten Kunden schickt würde ich auch nicht als Korruption sondern als ein Dankeschön für eine gute Geschäftsbeziehung begreifen. Nach diesem Gedankengang wäre zudem jedes Geschäftsessen, in dem der eine von dem anderen eingeladen wird, korrupt. Man kann auch nicht ein Essen oder eine Flasche Wein mit einer hohen finanziellen Forderung vergleichen, um alltägliche Dinge zu tun. Ein Beispiel des Buches ist ja die Drehgenehmigung in Shanghai für die ca. 100000€ gezahlt werden sollte. Soetwas schadet dem wirtschaftlichen Prozess.

Sicher ist das Buch sehr einseitig geschrieben und man sollte es mit Vorsicht genießen allerdings kann es auch dem naiven Leser die Augen öffnen. Ich glaube schon, dass einige Mittelständler gierig auf den chinesischen Markt treten, ohne sich über kulturelle und wirtschaftliche Hintergründe zu informieren. China ist für den Westen kein Selbstbedienungsladen und das müssen einige Investoren erst verstehen.

Die Produltpiraterie in China ist aus meiner Sicht ein sehr großes Problem. Ohne wirksame Patente kann ein wirtschaftlicher Aufschwung nicht langanhaltend sein. Der Schutz vor dem geistigen Eigentum ist unverzichtbar, wenn man Innovationen fördern möchte. Es lohnt sich nur in Forschung und Entwicklung zu investieren, wenn man den daraus resultierenden Mehrwert als Lohn für die Forschungszeit einstecken darf. Andernfalls ist ein Patentrennen wie wir es im Westen zB. in der Pharmaindustrie kennen, nicht möglich. Hier ist die chinesische Gesetzgebung aufgerufen wirksame rechtliche Regeln nicht nur zu schaffen sondern für die Durchsetzung und Einhaltung der Regelungen zu sorgen. Andernfalls kann China nie ein Land der Innovationen werden und dies braucht man, wenn man an einen Punkt gelangt an dem das Kopieren der Technologien aus anderen Nationen nicht mehr ausreicht.

Leider fehlt in dem Buch wirklich eine Analyse und Ansatzpunkte für eine Verbesserung der Situation. Schade!
TaugeNix

Re: Buch: Die Chinafalle

Beitrag von TaugeNix »

Als kleiner Einwurf:
ich habe mal im Rahmen eines Seminars eine kleine (Zweitsemester-) Abhandlung über die chinesische Kultur hinsichtlich der Korruption geschrieben.

Vieles, was unter die westliche Definition der Korruption fällt, ist in China eben nicht von der Definition erfasst, 关系 ist das Zauberwort.
Ursprünge dieses Netzdenkens sind Bestandteil der chinesischen Geschichte, wenn nicht sogar notwendiger Bestandteil (Bürgerkriege, Revolutionen, andere "unsichere" Zeiten, usw.).

Ich will damit Korruption und Klüngelei nicht gutheißen - nur sind die westlichen Definitionen für diese Schlagworte nicht einfach übertragbar.

Gruß,
TaugeNix^setz' nen Chinesen in ner fremden Stadt aus, lass' ihm nen Monat Zeit - und er hat sich ein dichtes Netz an Beziehungen aufgebaut :wink:
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