ingo_001 hat geschrieben:wuseltiger hat geschrieben:Warum wäre das ein Grund wählen zu gehen???
Frag ich mich auch. Parodie von NPD & Co. gut und schön ... Also von daher ist die Front deutscher Äpfel einfach nicht wählbar.
Es war auch nicht so ganz ernst gemeint, vielleicht sollte ich ironische Passagen besser kenntlich machen.
ingo_001 hat geschrieben:Dann macht Du mit Deiner Nichtwahl genau das, was Du nach eigener Aussage verhindern willst:
Du stärkst "rechnerisch" die kleineren Parteien (auch die rechten und linken Splitter-Parteien).
Der von Dir beabsichtigte Schuss vor den Bug geht also nach hinten los, wenn Du nicht (eine der anderen Alternativen) wählst.
Nachher wird dann wieder laut und verständnislos gejammert, wenn NPD, DVU oder KPD etc. ... "Zulauf" verzeichnen, den sie zum aller größten Teil eben den Nichtwählern zu verdanken haben ...

Ich bin mir dessen schon bewusst, daß Nichtwählen die Ränder stärkt. Der scheinbare absolute Zulauf für den politischen Rand resultiert jedoch vor allem aus dem Schwund der Stimmen für die politische Mitte.
Übergroße konservative Mehrheiten (die SPD kann man mittlerweile ja auch dem konservativen Lager zuordnen) werden in der Zukunft immer unwahrscheinlicher, was meiner Meinung nach den Zustand der Gesellschaft schon recht gut widerspiegelt. Nichtwählen ist nicht immer gleich Protest oder Desinteresse, viele Menschen finden in den Parteiprogrammen auch einfach nicht mehr die Antworten, die sie von der Politik erwarten.
Tauril hat geschrieben:Briefwahl... its so easy a caveman could do it
Es gibt wirklich noch Gegenden, wo kein Briefträger an die Höhle klopft.
Übrigens wird mittlerweile Nichtwählen zunehmend auch als Ausdruck der Zufriedenheit der Bürger gewertet (das war jetzt nicht ironisch gemeint

). Nach dem Motto: "Läuft doch alles ganz gut, auch ohne meine Stimme." Deutschland hinkt bei diesem Trend noch deutlich hinterher. In vielen westlichen Demokratien sind Wahlbeteiligungen von unter 50% schon keine Seltenheit mehr.