Aber deshalb grün wählen hat sich als Freifahrkarte zum Beschissenwerden herausgestellt. Die Grünen haben sich auf dem Rücken pazifistischer Wähler ihre Pöstchen ergaunert und dann die Militarisierung der deutschen Aussenpolitik auf neue Höhen getrieben. Ähnlich hat Schröder mit den Grünen einen Sozialabbau eingeleitet, den sich Kohl nie getraut hätte. Wie ich schon schrieb, schlimmer können Wähler nur durch offene Wahlfälschung reingelegt werden.ingo_001 hat geschrieben:Aber aber: Pazifismus als solches ist doch wohl eine erstrebenswerte Einstellung. ..aquadraht hat geschrieben:Niemandes Stimme konnte so weggeworfen sein wie die von pazifistischen Grünenwählern ...
Wer FDP wählt, kriegt Korruption, Sozialabbau und Privilegien für Besserverdiener. Da machen die keinen Hehl draus. Wer kein Luxuszahnarzt oder Callcenterbetreiber ist und die trotzdem wählt, soll und kann sich nicht beschweren. Wer sich einbildet, die würden den Rechtsstaat verteidigen, ist genauso doof wie einer, der heute noch die SPD aus sozialen oder die Grünen aus pazifistischen Gründen wählt. Aber jeder weiss, dass Bürgerrechte für die FDP bloss Verhandlungsmasse beim Postenschieben sind.
Mit Grünen und SPD ist es insofern anders, als die zentrale Punkte ihres Programms preisgegeben haben. Das ist eine andere Qualität. Im übrigen sehe ich auch heute noch keine Rechtfertigung für den mit Lügen und Fälschungen begonnenen Überfall auf Jugoslawien. Es gab dort keinen "serbischen Völkermord", und das angebliche Massaker von Radzak war ein frisierter Anlass mit aus der Umgegend zusammengekarrten Leichen von UCK-Terro.. oops Freiheitskämpfern.
Fischer war immer schon ein Arschloch. Er war nie ökologisch oder pazifistisch, sondern immer nur karrieregeil. Sein "Verdienst" als Aussenminister besteht darin, als zweiter deutscher Aussenminister nach Ribbentrop Deutschland in einen Angriffskrieg geführt zu haben. Leider bleibt ihm die dafür angemessene Strafe erspart.
Dass sich Schröder - mehr als Fischer oder Struck oder jetzt Steindingens (egal welches der Fossilien) und Jung - nicht auf jedes militärische Abenteuer eingelassen hat, ist ja ganz nett. Der Dammbruch der deutschen Militärpolitik und klare Verfassungsbruch fand schon damals statt.
Im Gegenteil: Die Linke hat als einzige ein Programm, das Wege aus den diversen Schlamasseln weist. Die NATO ist eine Sackgasse, wie sich in Afghanistan, letztes Jahr mit Georgien und sowieso im Kosovo gezeigt hat. Da mag man nicht gleich rauskönnen, aber man muss andere Akzente setzen. Mit Europa ist das noch stärker so. Da droht die Entdemokratisierung, schon heute spielen die Regierungen über die Bande Brüssel, wenn sie Gesetze zu Hause nicht durchkriegen, siehe Vorratsdatenspeicherung, Softwarepatente und vieles mehr. Die EU ist dabei, den Mitgliedsstaaten Militarisierungszwänge aufzuerlegen. Und Volksabstimmungen über EU-Fragen werden, wenn der Lissabonvertrag durchkommt, verboten.Und noch was: DIE LINKE ist gerade im wichtigen Ressort Aussenpolitik - aus von mir schon genannten Gründen - einfach nicht wählbar.
Nichts davon hat die Zustimmung der Bevölkerung. Die ist für den Abzug aus Afghanistan, und wohl auch für die Reduzierung der "Engagements" der Bundeswehr generell. Und gegen eine weitere supranationale Bürokratisierung ist sie auch.
Solange Bertelsmannstiftung, INSM und andere Lobbies die Richtlinien der Politik bestimmen, egal was man wählt, wird das Vertrauen in die Demokratie weiter abnehmen. Die Gefahr ist, dass das irgendwann nach extrem rechts hin explodiert.
Ob man die Linke oder was anderes wählt, z.B. die Piraten, ist Ansichtssache. Wer CDU- oder FDP-Anhänger ist, kann die wählen und kriegt in etwa, was draufsteht. Wer den "linken" Flügel der nationalen Bertelsmannfront wählt, bescheisst sich selbst.




