Guangzhou hat geschrieben:aquadraht hat geschrieben:Mal im Ernst: Die Parallele zwischen FDP und Mafia ist striking: Beide beuten den Staat zugunsten ihrer besserverdienenden Klientel aus.
Jeder Mensch ist seines eigenen glueckes Schmied - jeder kann aus dem Kreislauf des normalen Arbeiters ausbrechen und es genau so machen wie "die reichen". Wer freiwillig 50% und mehr seines erarbeiteten Geldes (Einkommens- Umsatz-, Umwelt- Kraftstoff- usw. Steuer) an den Staat zahlt ist selber schuld aber mache dafuer keine Parteien verantwortlich sondern alleine dich selber.
Gruss
Ich bin seit dreissig Jahren selbständig und es macht mir Spass. Ich sehe die Vorteile des angestellten und des selbständigen Lebens sehr genau. Ich kann auch ohne Mitleidsgeschichten a la "ich arbeite 100 Stunden die Woche und tue alles für meine Skla^H^H^H^HArbeitnehmer" vertreten, warum ich das tue, und ich sehe die Licht- und Schattenseiten beider Beschäftigungsweisen. Für den technischen Professional gibt sich das nicht so viel, etwas mehr Geld vs. etwas mehr soziale Sicherheit und Kontinuität (jedenfalls solange Deine Firma nicht pleitegeht), Nomadenleben vs. Leben am Ort (solange die Firma nicht verreckt). Für Menschen ohne robuste Gesundheit ist Selbständigkeit ein Selbstmordattentat, und Ehen gehen gut viermal so oft kaputt wie bei Festangestellten. Ich bin zweimal geschieden.
Ich war immer für starke und kampfbereite Gewerkschaften, gute Löhne für die Arbeiter und Angestellten. Denn Selbständige im Technikbereich werden mit ihren Spezialkenntnissen angeheuert, wo es für die Firma nicht lohnt, Spezialisten selbst auszubilden. Je besser die angestellten Kollegen bezahlt sind, desto höher das Honorar. Je besser die Arbeitsbedingungen der angestellten Kollegen, desto grösser die Freiräume.
Daher bin ich auch ein leidenschaftlicher Gegner der Mafia, schon aus Eigeninteresse. Die will die Rechte der Arbeitnehmer zerstören, bis sie nur noch Sklaven sind, denen eingeredet wird, sie seien "eigenverantwortlich", anders gesagt, sie dürfen sich beim Sklavenhalter noch bedanken, dass sie ihren Arbeitsplatz haben und möglichst eher Geld mitbringen als bekommen. Damit zerstört sie auch den Marktwert der Selbständigen.
Die meisten selbständigen Kollegen sind Opfer der Mafia-Ideologie. Sie fühlen sich als "freie Unternehmer" und begreifen nicht, dass sie bloss den Chef gewechselt haben: jeder ihrer Kunden ist der Chef, mit dem Effekt, dass man mehr und rücksichtslosere Chefs haben mag als die angestellten Kollegen. Und ich habe viele Selbständige scheitern sehen, zum Teil mit schlimmen Folgen. Die meisten begriffen nicht einmal, was mit ihnen geschah, und wählen heute noch die Mafia.
Gut, wer so blöd ist. Ich sage: Dauerwelle keine Chance.