Was ich nicht ganz verstehe... warum kann der nicht neben dem Arbeiten chinesisch lernen? Wenn man 3 Monate in CHina lebt und lernt, kann man schon genügend chinesisch, um sich durch den alltag zu schlagen und ein bisschen small talk zu können. Aber wenn man immer sagt: "Ach, Chinesisch ist ja soooo schwierig, ich fang später damit an" lernt man die Sprache nie.
Auch das Argument, keine Arbeit zu finden, halte ich für recht fragwürdig. Ich hab' bereits diverse Job-Angebote erhalten und arbeite derzeit als englisch-deutsch übersetzer für die chinesische Propaganda. Damit bekomme ich, wenn ich 2h am Tag arbeite, 10.000 Kuai im Monat und lerne daneben locker chinesisch. Meine Qualifikation? Abitur (neben dem Gymi hab' ich noch Informatik studiert, aber hab' keinen Abschluss und beginn im September mit Wirtschaft).
Mit 24 wird der besser Qualifiziert sein als ich und auch einen besseren Job bekommen - und das ist nich einmal nötig, da 10.000 Yuan in China eigentlich gut reichen. Zumindest im Westen, wo ich bin.
Andere Möglichkeit wäre natürlich, so 500.000 Kuai zu leihen und was eigenes zu eröffnen. Als Ausländer ist man ohnehin DIE Attraktion, und wenn man dann noch ein bisschen Chinesisch kann, wird das mit dem Marketing recht einfach - und man lernt nebenbei noch mehr chinesisch und hat Spass.
Meiner Meinung nach haben die beiden eher ein persönliches Problem: zu wenig Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit. Sie ist zu wenig unabhängig, um sich ein Leben ausserhalb Chinas vorzustellen, er ist zu wenig unabhängig, um Deutschland zu verlassen. Die Ausreden sind andere, das Problem dasselbe.
Daher sollte er als Mann den ersten Schritt tun und ein paar Jahre nach China kommen. Danach können noch immer beide nach Deutschland gehen, um ein paar Jahre dort zu leben. Ich für meinen Teil würde meine Kinder auch nicht gerne an chinesische Schulen schicken - gerade die Unis hier sind... interessant
