Exekutionsbusse

Allgemeine Fragen und Erfahrungsaustausch rund um China - Kultur - Geschichte usw.

Was denkt ihr ueber die Todesstrafe in China?

Bin dafuer! Das macht China zu einem sicheren Land.
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Bin dagegen! Muss abgeschafft werden.
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Keine Ahnung! Bin dafuer aber irgendwie auch dagegen.
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chinavelo
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von chinavelo »

sanctus hat geschrieben: Ich hatte ja schonmal davon gehoert, dass es sie geben soll aber ich dachte das sei nur wieder eine westliche Erfindung um China oeffentlich schlecht zu machen (die Exekutionsbusse).

Mich interessiert ob schonmal jemand diese Busse in China selber gesehen hat,
Es waren zwar keine Busse aber vor knapp 20 Jahren bin ich in der Nähe von Linfen (Shangxi) zwei LKWs begegnet, auf den Gefangene transportiert wurden. Beleitet wurden die LKWs mit Sirenengeheul und mehreren Motorrädern mit Seitenwagen sowie einem Polizei-LKW. Mehrere Polizisten (Soldaten?) hatten Maschinenpistolen im Anschlag. Die Gefangenen waren alles junge Männer. Die Haare waren auf Einzelkämpferschnitt gestutzt, die Hände waren auf dem Rücken gebunden und um den Hals hatten sie eine Seilschlinge. Auch wenn ich bis heute nicht sicher bin, ob es sich wirklich um Todeskandidaten handelte, bin ich mir aber sicher, daß sie keine gute Zukunft zu erwarten hatten.

Bei meiner Ankunft in Linfen wurde ich dann von der Polizei zu einem freundlichen Gespräch eingeladen (das ist aber eine andere Geschichte).

Bernd
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Laogai
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von Laogai »

chinavelo hat geschrieben: Es waren zwar keine Busse aber vor knapp 20 Jahren bin ich in der Nähe von Linfen (Shangxi) zwei LKWs begegnet [...]
Einen ähnlichen Konvoi habe ich 1996 in der Provinz Guangxi gesehen.
Dass die Männer auf dem LKW den nächsten Tag nicht mehr erleben werden war klar: Sie hatten alle Pappschilder um den Hals, auf denen ihre Vergehen standen (konnte ich nicht lesen, war zu klein geschrieben und der Konvoi war fix an uns vorbei) und in großen Schriftzeichen ihre Namen - fett in rot durchgestrichen.

Den Besuch des Stadiums haben wir an dem Abend dann ausfallen lassen...
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NHR
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von NHR »

mistervac hat geschrieben:
SimonSayz hat geschrieben:
mistervac hat geschrieben:Aber eines steht fest : Der Rächer ( ob Staat oder Selbstjustiz) stellt sich moralisch unter die Stufe des Verbrechers.
Das wäre mir in der Situation höchstwahrscheinlich sowas von scheißegal. Wenn ich mich damit besser fühle . . .
das ist es, was ich oben meinte mit :
mistervac hat geschrieben:
Es ist Aufgabe der staatlichen Gewalt, emotionsfrei zu urteilen.

Ich habe nicht behauptet, dass er dies irgendwo auf diesem Planeten zu 100 % schafft.

Aber eines steht fest : Der Rächer ( ob Staat oder Selbstjustiz) stellt sich moralisch unter die Stufe des Verbrechers.
und, @ NHR :

Moral und Ethik sind nicht veräusserbar. Anderes Leben zu achten ist ein unumstößliches Gut und das ist nicht auf meinem Mist gewachsen.

Mit welcher Rechtfertigung soll der Mörder in Uniform "besser" sein als der Verbrecher ?? ich finde solche Manifestationenen erinfach nur bigottisch.
Naja, der Moerder in Uniform handelt zB nicht im boesen Willen, jemanden um des Toetens willen zu toeten. Oder um sich selbst zu bereichern. Oder im sogenannten "Affekt"(selten so gelacht).
Na gut, ich klammere grade Faelle aus, in denen die Umstaende durchaus nachvollziehbar waeren. Ist ja nicht so, dass das Opfer es niemals verdient haette.

Und findest Du es wirklich so viel besser, jemanden sein ganzes Leben lang in einer kleinen Zelle vergammeln zu lassen (meinetwegen auch im Gulag 13), als ihn einfach abzuknallen?
Gut, bei der ersten Variante stirbt der Verurteilte nicht, sein Leben ist aber salopp gesagt trotzdem nur noch ein dampfender Haufen Scheisse.

Und Deine Moral und Ethik ist halt doch DEINE und nicht meine. Du kannst sie noch so lang als unumstoesslich hinstellen, das macht es auch nicht wahrer.
Oder haben wir irgendwo auf der Welt eine hohere Instanz, die absolut unbefangen und gerecht ist, um solche moralischen Grundsaetze aufzustellen?
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mistervac
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von mistervac »

Der Mörder in Uniform handelt nicht im Affekt oder sonst einer Emotion wie Wut, Hass oder auch Habgier, sondern nach reiflicher Überlegung und der selbstverherrlichenden Überzeugung, dass sein Töten gerechtfertigt wäre.

Das ist es, was sein Handeln auf die allerunterste Stufe stellt.

Ich bleibe trotzdem dabei, dass es das widernatürlichste der Welt ist ( um nicht den von meinem Vorschreiber strapazierten Begriff Moral zu benutzen) wenn ein Mensch den anderen tötet.

Ich versuche es mal in einer Frage auszudrücken :

Woher nimmst Du als Mensch das Lebensrecht ( im Gegensatz zu Tieren, die wir zur Nahrungsgewinnung töten) , wenn Du andererseits das Recht für Dich ( oder andere) einforderst, im Namen wessen Interesses auch immer, selbst Menschen töten zu dürfen ??
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von Mathias »

sanctus hat geschrieben: ... Ich hatte ja schonmal davon gehoert, dass es sie geben soll aber ich dachte das sei nur wieder eine westliche Erfindung um China oeffentlich schlecht zu machen (die Exekutionsbusse) ...
Die Provinz Yunnan war die erste, die von der Hinrichtung durch Erschießen abging und "Gerichtsbusse" einsetzte. Die Busse entsprechen etwa denen des mobilen Blutspendewesens, in ihnen werden die Verurteilten mittels Giftinjektion hingerichtet. Seit 2008 ist diese Verfahren chinaweit üblich, Erschießungen sollen nicht mehr stattfinden.
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SimonSayz
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von SimonSayz »

Der Ausführende in Uniform handelt bestimmt nicht aus selbstverherrlichender Überzeugung, sondern, weil er ebenfalls der Meinung ist, dass es nun mal Verbrechen gibt, die eben so grausam sind. Ein Fall wie Fritzl oder irgendein Serienvergewaltiger/-mörder der keine Reue oder dergleichen zeigt bekommt Lebenslang, d. h. 15 Jahre, und wird wegen guter Führung wieder freigelassen. Obwohl ich grundsätzlich für die Todesstrafe bin, ist es für mich trotzdem zwiespältig, denn ich würde niemals den Hebel umlegen (können), aber als Angehöriger eines Opfers, weiß ich nicht wie ich dann handeln würde. Aber danach bin ich bestimmt nicht auf derselben Stufe oder darunter, denn ich sehe ihn nicht sterben, weil es meine sexuelle Lust (oder sonstwas) befriedigt, sondern mein Leid ein klein wenig lindert.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von jjflash »

SimonSayz hat geschrieben:Der Ausführende in Uniform handelt bestimmt nicht aus selbstverherrlichender Überzeugung, sondern, weil er ebenfalls der Meinung ist, dass es nun mal Verbrechen gibt, die eben so grausam sind. Ein Fall wie Fritzl oder irgendein Serienvergewaltiger/-mörder der keine Reue oder dergleichen zeigt bekommt Lebenslang, d. h. 15 Jahre, und wird wegen guter Führung wieder freigelassen. Obwohl ich grundsätzlich für die Todesstrafe bin, ist es für mich trotzdem zwiespältig, denn ich würde niemals den Hebel umlegen (können), aber als Angehöriger eines Opfers, weiß ich nicht wie ich dann handeln würde. Aber danach bin ich bestimmt nicht auf derselben Stufe oder darunter, denn ich sehe ihn nicht sterben, weil es meine sexuelle Lust (oder sonstwas) befriedigt, sondern mein Leid ein klein wenig lindert.
Ich glaube, der Ausführende erledigt einfach seinen Job, so hart das klingen mag. Und er wird nicht mehr dabei denken, als ein Verkäufer bei seinem Kunden. Er tötet zwar, aber auf Befehl von oben. Also ohne dafür verantwortlich zu sein, ob es richtig oder falsch war.
Es gibt allerdings neben den schon angeführten Gründen noch etwas anderes, was entschieden gegen die Todesstrafe spricht: Der Henker kann am Ende seines Lebens nur darauf zurückblicken, Menschen umgebracht zu haben. Sonst auf nichts. Und das ist, finde ich, ein menschenunwürdiger Beruf, nur als "Tötungsmaschine" zu fungieren.
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SimonSayz
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von SimonSayz »

jjflash hat geschrieben:Ich glaube, der Ausführende erledigt einfach seinen Job, so hart das klingen mag. Und er wird nicht mehr dabei denken, als ein Verkäufer bei seinem Kunden. Er tötet zwar, aber auf Befehl von oben. Also ohne dafür verantwortlich zu sein, ob es richtig oder falsch war.
Mit der Argumentation gerät man ganz leicht auf dünnes Eis. Zu Zeiten der nationalsozialistischen Dikatur tat auch jedes NSDAP-Mitglied das, was er von "oben" gesagt bekam (und der wiederum von noch weiter oben und ganz am Ende steht ein gewisser H.). Aus diesem Hintergedanken heraus möchten heutzutage wahrscheinlich nur die wenigsten den Henker spielen. Insofern sollte jedes Opfer bzw. dessen Angehöriger über die Strafe entscheiden können; natürlich nur wenn das Verbrechen zu 100% vom (vermeindlichen?) Täter bewiesen ist usw. usf.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von andy »

SimonSayz hat geschrieben:Aus diesem Hintergedanken heraus möchten heutzutage wahrscheinlich nur die wenigsten den Henker spielen. Insofern sollte jedes Opfer bzw. dessen Angehöriger über die Strafe entscheiden können; natürlich nur wenn das Verbrechen zu 100% vom (vermeindlichen?) Täter bewiesen ist usw. usf.
Ich finde es Ehrlich gesagt unverantwortlich das Ein Angehöriger des verstorbenen in die Verantwortung gezogen wird über Tot und Leben Entscheiden zu müssen.
Als Sei der Tot des verstorbenen nicht schon genug Belastung.
Entweder du bist für die Todesstrafe dann sollte diese auch Konsiquent vollzogen werden, oder eben Generell nicht.
Aber mit mit diesen Rein oder Raus ist wohl keinem geholfen.

Zudem ist das absolute keine Argumentation. denn selbst Wenn ein Angehöriger entscheided, muss irgendjemand den Vollsteckungsakt ausführen.
Spielt absolut keine Rolle ob der Letzte Entscheid dann von einem Angehörigen oder durch einen Richterlichen Beschluss bewirkt wird.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von SimonSayz »

Wie ich bereits gepostet habe, bin ich generell für die Todesstrafe. Mit der Durchführung bin ich nur im Zwiespalt, weil ich persönlich eben nicht den Mut oder was auch immer habe, den Schalter umzulegen.

Warum soll es denn unverantwortlich für die Angehörigen sein? Schließlich wissen sie es am Besten, ob sie den Täter vergeben oder nicht.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von Mathias »

andy hat geschrieben: ... Ich finde es Ehrlich gesagt unverantwortlich das Ein Angehöriger des verstorbenen in die Verantwortung gezogen wird über Tot und Leben Entscheiden zu müssen ...
Die Scharia z.B. räumt der Familie des Opfers bei einigen Delikten (Hudud z.B. sind jedoch ausgenommen) ein nicht unwesentliches Mitspracherecht bei der Entscheidung ein. So wird nach Entschädigungszahlungen durch die Familie des Täters oft von der Todesstrafe abgesehen.

Ich kenne mich zwar im chinesischen Strafrecht nicht im Detail aus, vermute aber, daß es ähnlich schlichtende Elemente auch hier gibt. Ich weiß z.B. von Fällen, wo nach sehr hohen Zahlungen der Familie des Täters an die Familie des Opfers die Strafen drastisch verringert wurden. Es ging hier allerdings meist um fahrlässige Tötung bzw. waren die Täter minderjährig.

Das Element der Vergeltung bzw. Sühne findet sich kulturübergreifend aber in allen Rechtssystemen. Z.B. in § 46 StGB: "Die Schuld des Täters ist Grundlage für die Zumessung der Strafe." Damit sind wir bei den üblichen Begründungen oder Rechtfertigungen für die Todesstrafe: Vergeltung, Schutz der Gesellschaft, Abschreckung und Haftkosten.

Vergeltung: Strafe muss dem Verbrechen angemessen sein! Ist das Grundprinzip allen Rechts. Gegner der Todesstrafe argumentieren hier, daß der Staat von fehlbaren Menschen geschaffen ist, also keine "perfekte Gerechigkeit" herstellen kann.

Schutz der Gesellschaft: Mit diesem Argument wird z.B. auch in Deutschland die Todesstrafe in Form des "Finalen Rettungsschusses" gerechtfertigt und angewendet. Man erinnere sich auch an die Diskussion um das Luftsicherheitsgesetz.

Abschreckung: Schwerverbrecher planen selten rational, werden also kaum durch Androhung drastischer Strafen abgeschreckt. Allerdings gibt es hier einen weiteren Aspekt. Mit der Anwendung drastischer Strafen demonstriert der Staat in erster Linie Macht. In China z.B. würde sich imho ein schwacher Staat destabilisierend auswirken.

Haftkosten: Daß man durch die Beseitigung des Täters die Kosten einer langen Haft spart ist einfach Unfug.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von mistervac »

SimonSayz hat geschrieben: Obwohl ich grundsätzlich für die Todesstrafe bin, ist es für mich trotzdem zwiespältig, denn ich würde niemals den Hebel umlegen (können), .
Das nennt man das Sankt Florians Prinzip.

Du bist dafür, willst aber nicht töten. Das ist etwa so, wie vom Krieg reden, aber keine Waffe bedienen wollen.

Ich denke, die meisten Bewfürworter von derartiger staatlichen Gewalt fallen unter diese Kategorie.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von NHR »

mistervac hat geschrieben: Woher nimmst Du als Mensch das Lebensrecht ( im Gegensatz zu Tieren, die wir zur Nahrungsgewinnung töten) , wenn Du andererseits das Recht für Dich ( oder andere) einforderst, im Namen wessen Interesses auch immer, selbst Menschen töten zu dürfen ??

Kein Mensch nimmt sich im Falle einer Hinrichtung das Recht, sondern der Staat. Bei diesem liegt naemlich das Gewaltmonopol.
Der Vollstrecker fordert nicht das Recht ein, toeten zu duerfen, sondern er tut dies im Auftrag des/eines Staates.
mistervac hat geschrieben:
SimonSayz hat geschrieben: Obwohl ich grundsätzlich für die Todesstrafe bin, ist es für mich trotzdem zwiespältig, denn ich würde niemals den Hebel umlegen (können), .
Das nennt man das Sankt Florians Prinzip.

Du bist dafür, willst aber nicht töten. Das ist etwa so, wie vom Krieg reden, aber keine Waffe bedienen wollen.

Ich denke, die meisten Bewfürworter von derartiger staatlichen Gewalt fallen unter diese Kategorie.
Da hast Du durchaus Recht, ich zaehle ggf auch dazu (da ich nie in einer solchen Situation war, kann es es nicht ausschliessen).
Aber es gibt definitiv Menschen, die es tun wuerden und/oder werden.
Das bedeutet aber nicht, dass diese sich daran aufgeilen oder aehnliches, sondern einfach nur, dass sie damit keine Probleme haben.


Mal als Frage an Dich: was wuerdest Du mit solchen Schwerverbrechern tun?
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von Mathias »

NHR hat geschrieben: ... Der Vollstrecker fordert nicht das Recht ein, toeten zu duerfen, sondern er tut dies im Auftrag des/eines Staates ...
Scharfrichter sind heute fast nur noch "ehrenamtlich" tätige Spezialisten. Da sich die Hinrichtung mittels Gift mehr und mehr durchsetzt, sind es zumeist Ärzte. Den "Beruf" des Scharfrichters gibt es nur noch in islamischen Ländern, da sie neben Hinrichtungen auch die Leibesstrafen (meist Amputationen) zu vollstrecken haben, verfügen sie meist auch über gute anatomische Kenntnisse. In diesen Fällen kann man wohl immer davon ausgehen, daß die Vollstrecker "nur ihre Pflicht" tun.

Die Scharia steht zudem aber auch der Familie des Opfers zu, den Scharfrichter zu stellen, was es für den Verurteilten nicht gerade "kurz und schmerzlos" macht. Bei dieser Regelung steht wohl eher das Rachebedürfnis im Vordergrund.
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Re: Exekutionsbusse

Beitrag von Laogai »

Mathias hat geschrieben:Haftkosten: Daß man durch die Beseitigung des Täters die Kosten einer langen Haft spart ist einfach Unfug.
Warum das? So eine kleine Hinrichtung kann doch nicht die Welt kosten. Da musst du schon ein paar Fakten liefern :wink:
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